Die Rettungskette

Wenn Unfälle passieren, gibt es eigentlich nur einen schwerwiegenden Fehler: nicht zu helfen. Mithilfe einer intakten Rettungskette, beherzter Ersthelfer und routinierter Rettungs­einsatzkräfte kann meist viel Schlimmes verhindert werden.

Pro Jahr ereignen sich rund 800.000 Unfälle in Österreich. Davon entfallen etwa zwei Drittel auf Haushalts- und Freizeitunfälle und ein Drittel auf Arbeits- und Verkehrsunfälle. In vielen Fällen sind es die ersten Sekunden und Minuten, die über Leben und Tod entscheiden. Umso wichtiger sind beherztes Zugreifen und gezielte Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Zugreifen statt Zuschauen

Der Ablauf einer optimalen Rettungskette wird in Ersthelfer-Kursen gelehrt, doch im Fall des Falles kann es schon einmal passieren, dass Sie mit einem Verunfallten alleine sind und rasch handeln müssen, ohne informierte oder ausgebildete Personen zur Seite zu haben. Dann ist es entscheidend, die einzelnen Schritte der Rettungskette und die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zu kennen.
Informiert bleiben

Um über Erste-Hilfe-Maßnahmen informiert zu bleiben, denn auch in diesem Bereich entwickelt sich das Know-how stetig weiter, empfiehlt sich eine regelmäßige Auffrischung des Wissens. Die AUVA hat zur Hilfestellung zudem Poster entwickelt, die auf einfache Weise die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen darstellen. Es gibt sie zu folgenden Themen: Atem-Kreislaufstillstand, Beatmung, Blutstillung, Defibrillator, stabile Seitenlage und Verätzung.

Bestellen Sie die Erste-Hilfe-Poster zu den Themen Atem-Kreislaufstillstand, Beatmung, Blutstillung, Defibrillator, stabile Seitenlage und Verätzung noch heute unter www.auva.at/poster.

  1. Absichern
    Verschaffen Sie sich einen Überblick und achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit/Schutz. Sichern Sie den Unfallort ab.
  2. Notruf
    Wählen Sie so früh wie möglich den Notruf – 144 für die Rettung oder 140 Alpinnotruf –, antworten Sie auf die Fragen und handeln Sie nach Anweisung. Die geschulten Helfer unterstützen Sie bei den nächsten Schritten. Legen Sie erst auf, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  3. Erste Hilfe
    Leisten Sie Erste Hilfe – stabile Seitenlage, Blutstillung, Beatmung etc.
  4. Rettungsdienst
    Informieren Sie das Rettungsdienstpersonal bei Eintreffen kurz über die aktuelle Situation vor Ort und unterstützen Sie diese wenn notwendig.
  5. Weiter­versorgung
    Der Verletzte bzw. Erkrankte wird im Krankenhaus, in der Ambulanz oder beim Arzt weiterversorgt.