Kreative Lösungen für die Zylinderkopfmontage

Die besonderen Anforderungen von höchstbelasteten Motorbauteilen sowie die Fertigung anspruchsvoller Maschinenbauteile für Automotive und Aviation stehen beim Tiroler Unternehmen ECI – ENGINE COMPETENCE INTERNATIONAL im Mittelpunkt des Interesses. Optimale Arbeitsbedingungen sind die Basis für die engagierten Mitarbeiter.

© ECI Manufacturing GmbH

Das 2012 gegründete Un­­­ter­­­­­nehmen ECI-Ma­nu­fa­c­­­­­turing GmbH in Tirol wird von Franz Stock und seinem Kollegen Hans Reiter geführt. Es ist auf die Produktion hochwertiger Gasmotorenbauteile und mechatronischer Lösungen für Industrie 4.0 spezialisiert. Eines der Hauptprodukte sind Zylinderköpfe für die eine ganz neue Montagelinie errichtet wurde. Hauptvorteile sind wesentliche Arbeitserleichterungen durch das Wegfallen von manuellem Heben, Tragen und Wenden der Bauteile. Diese kommen mit moderaten Mitteln und kreativen Lösungen, die flexibel und ergonomisch optimiert gestaltet sind, zum Einsatz. Konkret können so ohne großen Kraftaufwand mühelos Zylinderköpfe mit einem Gewicht von 20 bis 100 kg montiert und verpackt werden. Diese Maßnahmen wurden im vergangenen Jahr bei der Goldenen Securitas, einem Preis für Sicherheit- und Gesundheitsschutz, den die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) mit der AUVA vergibt, ausgezeichnet.

Körperlichen Belastungen reduzieren

Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind dem – seit 2016 nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifizierten – Betrieb ein großes Anliegen. Ein Ziel war die ergonomische Optimierung der Arbeitsplätze im Bereich der manuellen Manipulation, um körperliche Belastungen der Arbeitnehmer deutlich zu reduzieren. Der damit verbundene Abbau von Einschränkungen in den Arbeitsprozessen brachte auch eine deutliche Entlastung der Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden in der neuwertigen Betriebsanlage – über die Umsetzung der Arbeitsstättenverordnung hinaus – auch raumakustische Maßnahmen für optimale Arbeitsbedingungen umgesetzt. In sehr guter Zusammenarbeit mit den Betreuern von AUVAsicher wurden und werden auch in Zukunft Arbeitsabläufe sowohl arbeitsmedizinisch als auch sicherheitstechnisch laufend verbessert. Denn für Klein- und Mittelbetriebe ist es oft nicht so einfach auf die Sicherheit ihrer Beschäftigten ebenso wie auf den wirtschaftlichen Erfolg zu achten. Um ihnen die Erfüllung der präventiven Pflichten zu erleichtern, bietet die AUVA daher zahlreiche Hilfsmittel an, wie zum Beispiel die gemeinsam mit den Sozialpartnern, vor allem der WKO, entstandene Website www.eval.at oder die kostenlose sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung durch AUVAsicher.

Flexible Arbeitsplätze

ECI zeichnet sich besonders durch innovative und effiziente Lösungen aus und hat sich damit am Markt als Experte etabliert. Die gebündelten Kräfte werden nicht nur für Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter umgesetzt, denn es müssen nicht immer die kostenintensivsten Lösungen die besten sein. Mit viel Kreativität und Umsetzungskraft konnten aus teils bestehenden Rollbahnen, gebrauchten Maschinenteilen und aus einem Manipulator für Solarpaneele durch Umbauten eine innovative, ergonomisch angepasste Fertigungslinie konstruiert werden. Nach der Risikoanalyse und der Abnahmeprüfung des umgebauten Hebezeuges – durch einen Ziviltechniker – konnte die Anlage erfolgreich in Betrieb gehen. Damit gehören die händischen Hebevorgänge der Vergangenheit an und alle Mitarbeiter können die Produkte durch abwechslungsreiche Tätigkeiten vom Rohling bis zum Fertigprodukt begleiten. Ein weiter positiver Nebeneffekt für Franz Stock: „Mit dieser neuen Fertigungslinie kann jeder Mitarbeiter an jedem beliebigen Arbeitsplatz arbeiten. Somit ist Monotonie in unseren Arbeitsprozessen kein störender Faktor mehr.“ Die Erfolgsgeschichte von ECI, das noch gar nicht so lange am Markt etabliert ist, kann sich sehen lassen: Kreativität und Innovation, Gewusst wie, Verantwortungsbewusstsein und ein hohes Maß an Sicherheits- und Gesundheitskultur stehen für wirtschaftlichen Erfolg. (as)

Facts & Figures

ECI ist Partner in Sachen Gasmotoren, Fertigung und Mechatronik. Sie stehen für höchste Kompetenz der Fertigung mechanischer Komponenten für Bauteile von Diesel- und Gasmotoren. Auf Basis langjähriger Erfahrung versteht es dieser Betrieb innovative Fertigungsverfahren zur Lösung von besonderen Anforderungen von höchstbelasteten Motorbauteilen einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Fertigung anspruchsvoller Maschinenbauteile für Automotive und Aviation. Im Bereich Mechatronik werden den Kunden Lösungen zur Anbindung und Verbesserungen Ihrer Anlagen in Richtung Industrie 4.0. angeboten. ECI versteht sich als Mechatronik-Experte mit Produktions-Know-how.
ECI Mechatronics ist Teil der ECI Manufacturing GmbH und liefert seinen Kunden eine Digitalisierungslösung (ECI Connect), die die Basis für alle weiteren Datenanalysen und digitalen Geschäftsmodelle von produzierenden Unternehmen darstellt. Das Wissen um optimale Fertigungsabläufe und Prozesse ist Voraussetzung, um den ständig steigenden Anforderungen der Kunden wie verkürzte Produktlebenszyklen, steigende Variantenzahlen und damit verbunden reduzierte Losgrößen und kürzest mögliche Lieferzeiten gerecht zu werden.

Damit steigt die Anforderung an die technische Ausrüstung und die Notwendigkeit, verschiedenste Fertigungsprozesse und Technologien in die Bearbeitungsabläufe zu integrieren, um die Rüstzeiten zu reduzieren und die Durchlaufzeiten sowie Umlaufbestände auf ein Minimum zu reduzieren. Aufgrund des Produktions-Know-hows im eigenen Unternehmen stellt die ECI-Connect-Lösung eine am Markt einzigartige Möglichkeit für Kunden dar, ihre Produktion in ein gewinnbringendes digitales Profitcenter zu verwandeln. Mit ECI Mechatronics holen sich Kunden Expertenwissen in die Produktion, um die Daten aus der Produktion im benötigten Format, zur benötigten Zeit am benötigten Ort zur Verfügung zu haben (Edge-Computing). Die durch die FFG-geförderte Entwicklung hat mittlerweile auch ein Spezialistenteam der EU-Kommission überzeugt und wurde als einziges Projekt in diesem Bereich in ein EU-weites Förderprogramm (Horizon 2020) aufgenommen. Das Ziel ist eine europaweite standardisierte Lösung für die Digitalisierung in der Produktion zu etablieren.