Neues Sensorsystem soll Prothesen-Steuerung verbessern

Ein neues, von Technikern der Uni Linz entwickeltes Sensorsystem soll die Steuerung von Prothesen verbessern, die auf Nervenimpulse reagieren.

Sogenannte myoelektrische Prothesen erfassen jene elektrischen Signale, die entstehen, wenn bestimmte Muskeln angespannt werden. Diese Impulse sind auf der Haut messbar, werden von Elektroden im Prothesenschaft erfasst und umgewandelt, um die Elektromotoren der Prothese zu steuern. So kann man etwa durch das Anspannen eines bestimmten Muskels eine Armprothese dazu bringen, die künstlichen Finger zu schließen. Derzeit werden für solche Prothesen leitfähige Elektroden verwendet. Sie können das Signal auf der Haut erst erfassen, wenn ein Schweißfilm vorhanden ist. Im Gegensatz zu den starren leitfähigen Elektroden passen sich die neu entwickelten Sensoren dem Körper an, machen Bewegungen mit und sind damit deutlich bequemer zu tragen.

Die neuen Sensoren wurden bisher an gesunden Probanden getestet. In einem nächsten Schritt hat sie mittels Künstlicher Intelligenz Modelle trainiert, die zwischen Stör- und Nutzsignalen noch besser unterscheiden können. Eine entsprechende wissenschaftliche Arbeit ist bereits eingereicht.

Publiziert wurden die Forschungsergebnisse in https://doi.org/10.3390/s19040961 und https://doi.org/10.3390/s19040959