Traumaversorgung in Österreich

„Jeder Schwerverletzte soll an jedem Ort die gleichen Überlebenschancen haben“ – diese Forderung kann nach Meinung der AUVA mit gemeinsamen Anstrengungen erfüllt werden.

Kooperationen sorgen für eine noch raschere Versorgung im Ernstfall. © gpointstudio/iStock

Im Rahmen der bereits zum vierten Mal organisierten Gesundheitstage des Vereins Praevenire skizzierte der Ärztliche Direktor Dr. Roland Frank die „Traumaversorgung aus der Sicht der AUVA“. Seine Vision: „Jeder Schwerverletzte soll an jedem Ort in Österreich die gleichen Überlebenschancen haben“. Dass es dazu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller in der traumatologischen Versorgung tätigen Einrichtungen bedarf, zeigte Frank anhand von internationalen Zahlen auf: Demnach stirbt rund ein Drittel aller Verunfallten innerhalb der ersten Stunde nach der Aufnahme im Krankenhaus. Es ist daher erforderlich, die Rettungskette perfekt zu organisieren und in der Zielklinik sofort alle notwendigen lebenserhaltenden Maßnahmen zu setzen.
Die AUVA, die immerhin jeden fünften Patienten mit einem Polytrauma behandelt, setzt daher intensiv auf Kooperationen mit anderen Einrichtungen und sogenannte „Trauma-Netzwerke“. Dabei handelt es sich um Versorgungsstrukturen, die auf überregionaler, regionaler und lokaler Ebene eine abgestufte flächendeckende Versorgung von Patienten auf der Basis festgelegter Standards und Qualitätskriterien anbieten. Auch die Aufnahme und Verlegung erfolgt nach definierten Kriterien. Kooperiert wird mit Spitälern vor Ort, um die bestmögliche Unfallheilbehandlung sicherzustellen und gemeinsam Ressourcen, wie zum Beispiel bildgebende  Verfahren zu nutzen.