Umverteilung notwendig

Im Auftrag der Europäischen Kommission sprechen inter­nationale Gesundheitsexperten eine Reihe an Empfehlungen aus, die die Umverteilung in Gesundheitssystemen auf eine echte, wertebasierte Grundlage stellen sollen.

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Schätzungen der OECD gehen davon aus, dass aktuell 10 bis 34 Prozent der Ressourcen im Gesundheitswesen verschwendet werden. „Value-based healthcare“ wird immer häufiger als Lösung diskutiert. Diese „wertebasierte Gesundheitsversorgung“ bezeichnet eine Strategie,­ Ressourcen im Gesundheitswesen dort einzusetzen, wo sie den meisten (Mehr-)Wert schaffen. Doch wie genau dieser (Mehr-)Wert definiert wird, bleibt unter Experten und in öffentlichen Debatten meist unklar. Die Europäische Kommission bat daher hochkarätige internationale Gesundheitsexperten um eine Analyse, wie dieser Wert definiert werden und wie das Konzept „wertebasierte Gesundheitsversorgung“ zu einem effektiveren, zugänglicheren und nachhaltigeren Gesundheitssystem beitragen kann.

„Kurz gesagt empfehlen wir, die werte­basierte Gesundheitsversorgung entlang der Leitprinzipien der solidarischen Gesundheitssysteme in Europa zu definieren“, sagt Priv.-Doz. Dr. Claudia Wild, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts HTA und Vertreterin im Expertenpanel. „Damit schlagen wir eine Alternative zu den derzeit diskutierten Definitionen vor, die Gesundheitsergebnisse in Relation zum Geldeinsatz oder zu den individuellen Einschätzungen von Patienten setzen.“