Weiterbildung statt Homeoffice

Nur ins Nebenzimmer ins Homeoffice anstatt stundenlang auf dem Weg in die Arbeit im Stau stehen? Das wünschen sich immer mehr Arbeitnehmer in Österreich.

© Irina_Strelnikova/IStock

Doch die wenigsten Arbeitgeber gehen auf diesen Wunsch auch ein, zeigt eine StepStone-Analyse von Benefits in Stellenanzeigen, für die österreichweit 22 Printmedien und 21 Jobbörsen analysiert wurden.
So nennen nur vier Prozent aller Jobinserate Homeoffice als zusätzliche Leistung. Einzige Ausnahme: IT-Spezialisten wird in immerhin 13 Prozent aller Stellenanzeigen die Möglichkeit zur Heimarbeit angeboten. „Gerade für die jüngere Generation ist Arbeit nicht mehr zwangsläufig an einen Ort gebunden. Das sollten Arbeitgeber bedenken, wenn sie wieder einmal verzweifelt nach Nachwuchstalenten suchen“, warnt Rudi Bauer, Geschäftsführer von StepStone Österreich.

Beim Thema Fortbildung zeigen sich Österreichs Arbeitgeber hingegen großzügig: Fast die Hälfte (40 Prozent) aller Stellenanzeigen nennt Weiterbildungsangebote als eines der wichtigen Angebote. Vor allem im Einzelhandel und in Pflege- und Arzthelferberufen setzt man auf die zusätzliche Qualifizierung der eigenen Belegschaft: Knapp zwei Drittel aller Stellenanzeigen in diesen Bereichen beinhalten Weiterbildung als Zusatzleistung des Arbeitgebers.

Im Gesundheitsbereich setzt man ganz auf die Verbindung von Beruf und Familie: Während nur drei Prozent aller Stellenanzeigen insgesamt explizit die Familienfreundlichkeit betonen, sind es in Pfleger- und Arzthelferberufen 17 Prozent. Auch Inserate, die Ärzte ansprechen, setzen auf Familienfreundlichkeit (sieben Prozent) und Unterstützung bei der Kinderbetreuung (acht Prozent).

0,3 % 
aller Stelleninserate bieten „Spaß am Arbeitsplatz“, eine 38 Stunden-Woche oder Mitarbeiterbeteiligungen

6 %
aller Inserate für Ingenieure sprechen von Work-Life-Balance

7 %
aller Stellenanzeigen für Ärzte versprechen flexible Arbeitszeiten

15 % 
aller Mitarbeiter im Vertrieb wird ein Firmenwagen angeboten

17 % 
aller Jobanzeigen für Pfleger- und Arzthelferberufe betonen Familienfreundlichkeit

17 % 
aller Stellenanzeigen für Naturwissenschaftler beinhalten Fitnessangebote

19 % 

aller IT-Mitarbeiter bietet man Mitarbeiterevents an

61 %
aller Jobanzeigen im Einzelhandel beinhalten Weiterbildungsmaßnahmen

Studierende in Österreich gratis unfallversichert

Insgesamt rund 329.600 Studierende in ganz Österreich, davon rund 278.100 an Universitäten und circa 51.500 an Fachhochschulen sind bei der AUVA beitragsfrei unfallversichert.

2018 hat die AUVA österreichweit insgesamt 541 Unfälle von Studenten anerkannt. Wegunfälle machen dabei rund 21 Prozent aller Unfälle aus, 22 Prozent entfallen auf Sportun­fälle. Nadelstichverletzungen, die meist Human- und Veterinärmedizinstudierende betreffen, belaufen sich auf rund 18 Prozent. Glücklicherweise kommen schwere oder gar tödliche Unfälle nur sehr selten vor.

Der Versicherungsschutz der AUVA gilt für Studierende an Universitäten, theologischen Lehranstalten, Fachhochschul-Studiengängen, Akademien und an pädagogischen Hochschulen. Unfälle, die direkt in der Ausbildungsstätte, auf dem Weg dorthin oder auf dem Heimweg passieren, sind mit umfasst. Auch bei der Teilnahme an Exkursionen, Sport- und Projektwochen, studienbezogenen Veranstaltungen und darüber hinaus Praktika im Rahmen der Studienordnung sind Studentinnen und Studenten unfallversichert.