Wenn googeln krank macht

Fehlt uns etwas, wird heute vielfach zuallererst „Dr. Google“ konsultiert. Warum das zwar verlockend, aber vielfach kontraproduktiv ist, erklärt sich über den sogenannten Nocebo-Effekt – Beschwerden ohne greifbare Ursachen.

Wissenschaftlich erklärbar ist dieser sogenannte Nocebo-Effekt noch nicht zur Gänze. „Wenn Symptome gleichbleibend über mehrere Tage bestehen, ist ein Besuch beim Hausarzt ratsam“, sagt OMR Dr. Silvester Hutgrabner, stellvertretender Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich und Allgemeinmediziner in Eberschwang. Wegen vorübergehender Alltagsbeschwerden solle man sich aber nicht gleich verrückt machen und vorerst einmal abwarten, so der Rat des Mediziners. Vom Trend zur Selbstdiagnose mittels Websuche hält Hutgrabner wenig, warnt sogar davor: „Alleine eine gewisse Erwartungshaltung kann krank machen.“