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28.08.2017 11:44 Alter: 85 Tage
Kategorie: September 2017

Auf Nummer sicher gehen im Garten

Gartenbesitzer genießen im Herbst oft noch die letzten warmen Sonnenstrahlen im Freien, müssen aber ihr Grün schon für die bevorstehende kalte Jahreszeit vorbereiten. Auf die Hobbygärtner und Profis wartet dabei nicht nur viel Arbeit, sondern auch eine Reihe von Risiken.


Auch abseits der Gartenarbeit ist Sorgfalt im Umgang mit Rechen, Nägeln oder Drähten gefragt. © Istock

Laut IMAS-Umfrage ist für 50 % aller Gartenbesitzer ihr Grün vor allem ein Ort der Entspannung. Dafür nehmen vier Fünftel von ihnen mit der Gartenarbeit einen wunderbaren, aber oft arbeitsintensiven Ausgleich zur Hektik des Alltags in Kauf. Doch: Unaufmerksamkeit im Garten kann schnell zu risikoreichen Situationen führen. Wer etwa in luftiger Höhe Äste schneidet, Obst erntet oder Regenrinnen putzt, der muss auf einen festen Stand der Leiter achten. Noch besser sind zusätzliche Personen, die Leitern sichern. Rutschfeste Sprossen und Haken als Halterung für Obstkörbe entschärfen die Sturz- und Fallgefahr ebenso. Schneid- und Sägewerkzeuge, Rasenmäher, Heckenscheren und Vertikutierer müssen mit viel Vorsicht gehandhabt werden. Dazu gehört, dass sie niemals zweckentfremdet gebraucht, regelmäßig gewartet und immer mit Konzentration und passender Schutz- ausrüstung und -kleidung verwendet werden. Bei Arbeiten an den Geräten oder Schneidewerkzeugen – etwa zur Reinigung – gilt: Immer vorher den Netzstecker ziehen! Sorgfalt ist zudem im Umgang mit Utensilien angesagt, die für sich noch keine Gefahr darstellen wie Rechen, Nägel oder Drähte. Bleiben sie nämlich liegen, können sie zur Quelle schlimmer Verletzungen werden.

Für Kinder kann selbst ein seichter Zierteich oder eine Regentonne zur Falle werden, Gartengeräte können vielfältige Verletzungen hervorrufen und vermeintlich Harmloses wie schöne Pflanzen oder chemische Gartenhelfer stellen gefährliche Vergiftungsfallen dar. Kinder müssen die Natur selbst erkunden dürfen, aber immer im Bewusstsein, welche Gefahren lauern und wie sie gemieden werden.

Schwere Blumentöpfe haben es in sich. Eine falsche Hebetechnik kann zu Rückenschmerzen und -schäden führen und die Freude am satten Grün für lange Zeit vergällen. Ein Transportwagen oder ein rollbarer Pflanzenuntersetzer behebt das Problem ganz einfach. Muss dennoch eine schwere Last gehoben werden, so bleibt der Rücken jedenfalls gerade und die Knie werden gebeugt, die Last wird nahe am Körper gehalten.

Auch wenn die Herbstsonne nicht mehr allzu kräftig ist, muss vor Sonnenstich oder Sonnenbrand gewarnt werden. Schutzmaßnahmen sind ein Sonnenhut und -brille, leichte, aber die Haut bedeckende Kleidung und Sonnencreme. Wer bei der Gartenarbeit kräftig schwitzt, darf nicht vergessen, ausreichend Wasser zu trinken.

Unter das Thema Vorbeugung fallen auch Schutzimpfungen, die jeder (Hobby-)Gärtner haben sollte. Stellen Sie sicher, dass Ihr Tetanusschutz intakt ist – Gleiches gilt für die Zeckenimpfung.  Viele Allergiker – vor allem Bienengiftallergiker – sind im Garten besonders gefährdet. Wenn die Al-
lergie nicht bekannt ist und daher erforderliche Notfallmedikamente nicht vorhanden sind, bleibt nur die Alarmierung des Notarztes. Notfallnummern und Erste-Hilfe-Kasten sollen in Reichweite sein. Bei der Gartenarbeit tragen Sie am besten Kleidung mit Taschen, in die Sie Ihr Mobiltelefon einstecken können und damit im Notfall Hilfe alarmieren.