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04.12.2017 11:39 Alter: 50 Tage
Kategorie: Dezember 2017

ErgoCoaches beim AufBauWerk in Tirol

Wie gelebte betriebliche Prävention funktioniert, zeigen die „ErgoCoaches“ beim AufBauWerk.


Die ErgoCoaches des AufBauWerks: Maria Astner, Erna Egger, GF des Aufbauwerks Mag. Johan Aigner, Peter Steinacher, Barbara Seirer-Baumgartner (AUVA), Christian Hofer, Michaela Weiss. © Mag. Markus Schönherr/AufBauwerk

Das AufBauWerk wurde wurde bereits 1953 gegründet und ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen für junge Menschen. An fünf Standorten in Tirol und mit über 100 Arbeitnehmern werden rund 130 Jugendliche auf den Start ins Berufsleben vorbereitet. Als erfahrenster und größter Anbieter in Tirol hat sich das AufBauWerk zusammen mit den Trainees im Jobtraining ein Ziel gesetzt: den ersten Arbeitstag im Unternehmen. Klare Strukturen und ein funktionierendes System im Arbeitnehmerschutz sind hier noch unverzichtbarer, als dies ohnehin in jedem Betrieb der Fall ist.

Beratung durch AUVA

Auf die Ergonomie, also die menschengerechte Arbeitsplatzgestaltung, wird hier besonders geachtet. Im Bereich des Arbeitnehmerschutzes wird das Unternehmen von der AUVA im Zuge von AUVAsicher betreut. Gemeinsam mit der Ergonomie-Beauftragten des AUVA-Unfallverhütungsdiensts in Innsbruck, Mag. Barbara Seirer-Baumgartner, wurde eine Multiplikatorenschulung für ErgoCoaches konzipiert. So sollte für jeden der fünf Standorte des AufBauWerks ein ErgoCoach im Unternehmen ausgebildet werden.

Arbeitsplatz-Checklisten erarbeitet

Dahinter stand die Frage, wie das AufBauWerk ergonomischer werden könnte. Nicht das Verhalten, sondern die Verhältnisse sollen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Ausgestattet mit ergonomischem Grundwissen und mit einfachen Arbeitsplatz-Checklisten eruierten die ErgoCoaches die vorhandenen Belastungen im Unternehmen und leiteten daraus Maßnahmen ab, um künftig die Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt gesünder zu gestalten.
Nach einem ersten Tagesworkshop im Herbst 2016 wurden im Frühjahr 2017 ausgewählte Arbeitsplätze aller Standorte gemeinsam mit der AUVA „gecheckt“, um den ErgoCoaches in ihren realen Arbeitsbedingungen zur Seite zu stehen. Ein Follow-up-Workshop war dem Thema „betriebliche (Evaluierungs-)Praxis“ gewidmet.

Nachhaltige Wirkung

In Zukunft soll einmal im Jahr ein Follow-up-Treffen stattfinden. Belastungsschwerpunkte sollen dabei aus den Checklisten herausgefiltert und gezielte Präventionsmaßnahmen festgesetzt werden.

Vorteile auf einen Blick

Mit den ErgoCoaches wurde beim AufBauWerk ein Prozess ausgelöst, von dem Arbeitnehmer und Trainees gleichermaßen profitieren können:

  • Regelmäßige, standardisierte Ergonomie-Begehungen
  • Klare Struktur in der Umsetzung von Maßnahmen (der Weg vom Papier, zur Geschäftsführung, zum Einkauf, zum Arbeitsplatz)
  • Information und Einbeziehung aller Arbeitnehmer
  • Regelmäßiger Austausch der einzelnen Standorte zu ergonomischen und generell sicherheits- und gesundheitsrelevanten Fragestellungen untereinander
  • Langfristige Verbesserung der Arbeitsplatzqualität und der Gesundheitskompetenz beim AufBauWerk