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03.07.2017 10:00 Alter: 24 Tage
Kategorie: Juli/August 2017

Essen Sie sich fit

Metabolic Typing ist eine Ernährungsform, die auf individuellen Stoffwechseltypen aufbaut. Jeder Mensch hat demnach seinen individuellen idealen Speiseplan, der sich aus Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett und Mikro-Nährstoffen zusammensetzt. Schließlich fährt auch nicht jedes Auto am besten mit Superbenzin ...


Wenn die Ernährung zum Stoffwechsel-Typ passt, ist Abnehmen oft einfacher. © S-S-S/iStock

Die einen schwören auf eine kohlenhydratreduzierte Kost, die anderen verzichten mehr oder weniger komplett auf Fett. Die einen setzen auf Fleisch, die anderen ernähren sich vegan. Wie gut diese zum Teil durchaus extremen Ernährungsweisen dem Körper tun und auch wie sehr sie sich dazu eignen, das eine oder andere Kilo zu verlieren, hängt weniger davon ab, ob wir uns an einen strikten Diätplan halten. Vielmehr geht es darum, den eigenen Stoffwechseltyp zu kennen. Der Stoffwechsel ist Teil des autonomen Nervensystems (ANS), dessen wir uns im Alltag meist nicht bewusst sind – im Gegensatz zum somatischen Nervensystem, das wir durch bewusste Entscheidungen und Handlungen steuern. Ähnlich dem Fingerabdruck hat nämlich jeder Mensch einen individuellen Stoffwechseltyp und demzufolge ist der Bedarf an Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß individuell unterschiedlich.

Den passenden Typ finden

Den eigenen Stoffwechseltyp zu kennen und sich entsprechend zu ernähren, kann nicht nur beim Abnehmen helfen. Es hat auch Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden und die psychische Befindlichkeit. „Sag mir deinen Stoffwechsel und ich sag dir, was du essen sollst“ – ganz so einfach ist die Sache aber dann doch nicht.
Mithilfe eines kinesiologischen Muskeltests oder einer ausführlichen Blutuntersuchung kann zum Beispiel der Stoffwechseltyp ermittelt werden. Auf welche Art der Stoffwechseltyp auch eruiert wird, was zählt, ist das Ergebnis. So gibt es auf der Ebene des autonomen Nervensystems zwei Typen, je nachdem, welcher Teil dominiert, wird vom Parasympathikus oder Sympathikus gesprochen. Außerdem gibt es den ausgewogenen Ernährungstyp, den sogenannten A-Balancierten Typ. So hat etwa ein Parasympathikustyp einen schwachen Sympathikus und braucht daher für das Gleichgewicht mehr Eiweiß und Fett. Hingegen benötigt der Sympathikustyp vorwiegend Kohlenhydrate.  Zudem gilt es, sich das körpereigene Verbrennungssystem anzuschauen: Je nachdem, wie schnell Kohlenhydrate verbrannt werden, wird zwischen dem schnell verbrennenden Glykotyp und dem langsam verbrennenden Betatyp unterschieden.

Ran an den Plan!

Ist der Typ einmal bestimmt, so wird mit Unterstützung des Arztes oder Ernährungsberaters ein Ernährungsplan erstellt. Empfohlen wird, sich in den ersten zwei Wochen intensiv damit auseinanderzusetzen. Die Lebensmittel sollen zunächst gemessen und gewogen werden. Ein Ernährungstagebuch hilft außerdem in dieser Phase festzustellen, wie gut es einem mit den ausgesuchten Lebensmitteln tatsächlich geht. So lernt man, sensibel mit den eigenen Essgewohnheiten umzugehen. Am Ende steht, als positiver Nebeneffekt, vielleicht sogar eine Gewichtsreduktion, im Vordergrund steht jedoch die typgerechte Ernährung. Fazit: Ausprobieren lohnt sich!