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03.12.2018 12:19 Alter: 8 Tage
Kategorie: Dezember 2018

Feiern ohne Risiko

Die besten Tipps, damit Weihnachten besinnlich und der Jahreswechsel fröhlich bleiben.


© Freepik

So schmeckt das Festtagsessen

Zu viel und zu fett – so lässt sich in kurzen Worten der Speiseplan der Festtage zusammenfassen. Die Folge sind Magenschmerzen
und Magendruck, Bauchmerzen, Darmkrämpfe, Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen – und das macht meist auch schlechte Laune!

  • Essen Sie langsam: Wer gut kaut und bewusst isst, der nimmt weniger Kalorien auf. Das Sättigungsgefühl stellt sich erst nach 15 bis 20 Minuten ein.
  • Gemeinsam kochen: Stellen Sie nicht das gemeinsam Essen, sondern schon das gemeinsame Kochen in den Mittelpunkt. Gehen Sie gemeinsam einkaufen, sorgen Sie für frische Zutaten und machen Sie schon die Zubereitung zu einem kleinen Fest.
  • Reduzieren Sie die Portionsgröße: Bestellen Sie im Restaurant kleine Speisen und verzichten auf Vor- oder Nachspeise. Im privaten Kreis laden Sie sich kleinere Mengen auf den Teller und holen, wenn nötig, einen Nachschlag.

Harmonie ist planbar

Der emotionale Erwartungsdruck ist hoch, denn Weihnachten soll ein Fest der Harmonie sein. Wenn Familienmitglieder, die sich sonst vielleicht selten sehen, an den Weihnachtstagen viel Zeit miteinander verbringen, treten rasch Konflikte auf. Einfach mit Traditionen brechen erfordert zwar Mut, schafft aber gute Möglichkeiten Spannungen zu vermeiden und schließlich das Fest wirklich entspannt und mit Freude zu genießen.

  • Laden Sie Freunde zum Fest ein. Das lockert den Familienkreis auf, bringt neue und unverfänglichere Gesprächsthemen auf den Tisch.
  • Planen Sie die Weihnachtstage weniger aufwendig. Wenn zwischendurch Platz für einen Spaziergang oder eine Tasse Tee auf der Couch bleibt, sorgt das für Entspannung und Sie sind für den nächsten Termin gut gerüstet.
  • Verlängern sie die Weihnachtstage. Nicht immer müssen alle Familienfeste am 24.und 25. Dezember untergebracht werden. Nutzen Sie die gesamte Adventzeit für eine gemeinsame Adventjause oder einen Spaziergang auf einem Weihnachtsmarkt.

Feuer ist vermeidbar

Einschlägige Statistiken belegen, dass etwa die Hälfte aller Brände, die durch Kerzen verursacht werden, rund um Weihnachten entstehen. Weihnachtsbäume benötigten nur etwa zehn Sekunden, um in Vollbrand zu stehen.

  • Unterlegen Sie den Adventkranz mit einer Glasplatte oder einem Porzellanteller, denn diese sind nicht brennbar. Achten Sie darauf, dass die Dekoration weit genug weg von den brennenden Kerzen ist. Auch die Kerzenhalter sollen nicht nur für die Stabilität der Kerzen sorgen, sondern feuerfest sein. Lassen Sie Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen und löschen sie die Flamme rechtzeitig vor dem Herunterbrennen.
  • Wählen Sie den „richtigen“ Standort: nicht immer ist der Weihnachtsbaum dort, wo er hübsch aussieht, auch aus Sicherheitsüberlegungen gut platziert. Vermeiden Sie Zugluft, stellen Sie den Baum nicht in den Fluchtwegbereich, sodass im Brandfall der Raum rasch verlassen werden kann.

Erste Hilfe bei kleinen Verletzungen

Im Dezember finden sich selbst Kochmuffel häufig in der Küche ein und die Backöfen laufen auf Hochtouren. Die Folge: In kaum einer anderen Jahreszeit gibt es so viele Verbrennungen und Verletzungen im Haushalt.

  • Kleinere Verbrennungen in der Küche mit kaltem Wasser kühlen, aber kein Eis benutzen, sonst droht eine Erfrierung. Danach die Stelle mit Brandsalbe behandeln und einem sterilem Pflaster oder Verband abdecken. Entstehen Blasen auf der Haut, eine Wunde oder ist der verbrannte Bereich größer, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.
  • Sicher auf der Leiter: Wer die Wohnung weihnachtlich dekoriert, vollführt dabei oft akrobatische Kunststücke. Verwenden Sie auf jeden Fall eine trittsichere Leiter. Bei Prellung oder Verrenkung kühlen Sie mit kalten Umschlägen. Haben Sie den Verdacht, dass etwas gebrochen sein könnte, suchen Sie die Notaufnahme auf.
  • Omas Hausrezept gegen Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl: Kümmel-Majoran-Tee (1 EL Kümmel und 1 EL Majoran in kochendes Wasser und circa 5 Minuten ziehen lassen.

Bleiben Sie in Bewegung

Aktuelle Krankenhausdaten aus Deutschland belegen, dass an Weihnachten ein Drittel mehr Menschen wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus eingeliefert werden als im Jahresdurchschnitt. Der Feiermarathon belastet Herz und Kreislauf, die ausgleichende Bewegung fehlt häufig. Der Blutdruck steigt, Gerinnsel können sich bilden. Zusätzlich erhöhen psychische Belastungen wie Stress, Konflikte und Ängste das Risiko.

  • Rausgehen: Gehen Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde ins Freie, unternehmen Sie einen flotten Spaziergang, eine Wanderung oder wenigstens einen Stadtbummel.
  • Keine Ausreden: Wem es draußen zu kalt ist, hat auch Indoor-Alternativen. So bringt zum Beispiel Tanzen den Kreislauf in Schwung und sorgt gleichzeitig für gute Lauen.
  • Trinken Sie viel Wasser. Das unterstützt nicht nur die jetzt besonders beanspruchte Verdauung, sondern beugt Blutverdickung vor.

Sicher unterwegs

Im Straßenverkehr werden 90 Prozent aller Informationen über das Auge aufgenommen – sehen und gesehen werden ist daher besonders wichtig, vor allem in der dunklen Jahreszeit!

  • Sichtbar bleiben: Den besten Schutz beim Winterspaziergang bieten reflektierende Kleidung oder reflektierende Elemente auf Mützen, Schuhen und Jacken.
  • Eine der Witterung angepasste Fahrweise sollte nicht nur im Winter selbstverständlich sein. Die Fahrgeschwindigkeit ist entsprechend dem Straßenzustand zu wählen und es gilt ausreichend Zeit für Fahrten einzuplanen, vor allem wenn Schnee liegt oder glatte Fahrbahnen zu erwarten sind.
  • Freie Sicht: Die ausreichende Sichtbarkeit des Fahrzeuges durch eine intakte Fahrzeugbeleuchtung und genügend Sicht aus dem Fahrzeug müssen vor Fahrtantritt kontrolliert werden. Dazu gehören eis- und schneefreie Scheiben und ebensolche Scheinwerfer.
  • Wenn Sie auf der Weihnachtsfeier Alkohol getrunken haben, steigen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi um!