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04.12.2017 12:15 Alter: 230 Tage
Kategorie: Dezember 2017

Oft ist es nur ein Moment …


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Fritz G. bog um die Ecke des Abrisshauses, einer Baustelle, zu der er an dem Tag zum ersten Mal fuhr, als ihn ein Balken traf. Ein Balken, den ein dort beschäftigter Zimmerer aus dem dritten Stock möglichst nahe zum Holzcontainer hatte werfen wollen. Als letztes hörte er noch einen Warnschrei, zu reagieren hatte er keine Chance mehr.

Viel zu oft werden Menschen auch beim Holzfällen von Stämmen getroffen. In einem besonders tragischen Fall aus dem Vorjahr sah der achtjährige Sohn zu, als der laut einem weiteren Zeugen durchaus in die vorgesehene Richtung fallende „Käferbaum“ seinen Vater, der gerade die Keile aus dem Einschnitt geschlagen hatte, traf. In einem anderen hatte ein Forstarbeiter die angeschnittene Eiche stehen lassen, bevor sie ihn eine halbe Stunde später unter sich begrub.
Forstwirtschaftliche Arbeiten fordern österreichweit jährlich über 20 Tote – insbesondere bei der Aufarbeitung von bereits geschädigten Bäumen steigt die Gefährdung noch mehr an.
Und auch am Bau ereignen sich leider immer wieder tödliche Unfälle: In zwei Fällen lösten sich jeweils tonnenschwere Schalungselemente aus ihren Aufhängungen am Kran und erschlugen einen neunzehnjährigen Lehrling und einen 51-jährigen Familienvater.
Grundsätzlich gilt, dass bei den verschiedenen Arbeiten größtmögliche Sorgfalt von allen Beteiligten gefordert ist, um derartige schwere Unfälle zu verhindern.