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03.12.2018 11:56 Alter: 8 Tage
Kategorie: Dezember 2018

Rodeln – Spaß für Alt und Jung

Wer Abwechslung zum Trubel auf der Skipiste sucht, kann es Beispiel mit Schlittenfahren oder – sportlicher ausgedrückt – dem Rodeln probieren.


Rodeln erfordert kein besonderes Können, ist fast so rasant wie Skifahren und kostet in aller Regel nichts. © anyaberkut/iStock

Das macht von den Kleinsten bis zu den Großeltern Spaß und die Auswahl an passenden Rodelbahnen ist mittlerweile groß. Zudem erfordert Rodeln wenig Vorwissen und ist im Vergleich zu Skifahren oder Snowboarden ein kostengünstiges Wintervergnügen. Schon beim Aufstieg wird das Kreislaufsystem in Schwung gebracht und die Muskulatur gefordert.

Einfach und günstig

Allein in Tirol gibt es mehr als 750 Kilometer Rodelbahnen, teilweise mit nächtlicher Beleuchtung. Wenn dann noch ein Lift für die Auffahrt zur Verfügung steht, sind dem Vergnügen keine Grenzen gesetzt. Oft gibt es hier auch Hütten für eine stärkende Einkehr. Es erfordert kein besonderes Können, ist fast so rasant wie Skifahren und kostet in aller Regel nichts: Rodeln ist ein Riesenspaß für Groß und Klein. Einige Rodelbahnen eignen sich mit ihren flachen Anstiegen und leichten Abfahrten vor allem für Familien mit kleineren Kindern. Rodelbahnen mit getrennten Wegen zum Aufsteigen haben ein Sicherheitsplus: es können den bergauf Wandernden keine Abfahrer entgegenkommen.

Sichere Ausrüstung

Schlitten werden seit Jahrtausenden zum Transport von Heu oder Holz, aber auch von Passagieren genutzt. Ein Rodelschlitten wird traditionell aus Eschen- oder Buchenholz mit eisenbeschlagenen Kufen hergestellt, neuere Modelle sind aus Kunststoff. Die klassische Rodel soll auf jeden Fall einen Riemen haben. Das erleichtert das Ziehen beim Aufstieg und das Festhalten während der Fahrt. Die Kufen sollten hinten über die Kante hochgezogen sein um gut bremsen zu können. Wasserfeste Schuhe und Winterkleidung gehören jedenfalls zum passende Rodeloutfit. Helm, Skibrille und Handschuhe sind ein Muss – sie wärmen und schützen vor Verletzungen.
Bevor man auf die Rodel steigt, sollte man zumindest über die Bremsmanöver Bescheid wissen: Im flachen Gelände genügt es, die Füße neben den Kufen in den Schnee zu drücken. Wenn es steil wird, gilt: ganz nach hinten setzen, Füße in den Schnee drücken und gleichzeitig die Rodel vorne nach oben ziehen. Auch das Lenken – je nach Richtung wird ein Fuß in den Schnee gedrückt – ist keine Wissenschaft, sollte aber sicherheitshalber bei geringer Geschwindigkeit geübt werden.

Auf der Plattform

www.winterrodeln.org ist eine nicht-kommerzielle Rodel-Community entstanden, die aktuelle Informationen zu Rodelbahnen im In- und Ausland liefert.

Wussten Sie, dass ...

...    Rodeln als Wintersportart in der Variante des Rennrodelns seit Anfang des 19. Jahrhunderts populär wurde.
...    die Kufen des „Davoser Schlittens“ flach auf dem Untergrund aufliegen, die der Rodel hingegen nur auf einer Kante. Die Kufen der Rodel sind in der Längsrichtung leicht gewölbt, in Kombination mit der verziehbaren Konstruktion des Rahmens ermöglicht das ein Lenken nur durch Gewichtsverlagerung und Beinarbeit.
...    in den 1960er-Jahren der „Bob“ entwickelt wurde. Er ist keine Rodel im klassischen Sinn, sondern eine Kunststoffwanne mit Führungsrillen.
...    aufblasbare Luftkissen-Schlitten zum Rodeln auf den meisten Rodelbahnen verboten sind.