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04.12.2017 11:13 Alter: 324 Tage
Kategorie: Dezember 2017

Schöne Feiertage ... ohne Risiko

Eine Zeit der Stille, der Besinnlichkeit und Nähe, aber auch der Feste und Partys steht uns bevor. Rund um den Jahreswechsel lassen es viele Menschen „krachen“ – und das ist oft mit einer Vielzahl von Risiken mit kleinen und großen Tragweiten verbunden. Vorsorgen hilft!


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Essen und Trinken …

… hält Leib und Seele zusammen, kann aber auch ganz schön zu viel des Guten sein. Hemmungsloses Schlemmen, als gäbe es kein Morgen, kann sich mit Magenverstimmungen, Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen und auch reichlich Gewichtszunahme rächen. Bremsen Sie sich zwischendurch ganz bewusst ein: Tage ohne Punsch & Co, Kekse, Fett- und Zuckerbomben und stattdessen leichte Kost, Kräutertees und regelmäßig Sport sorgen dafür, dass Sie die paar Sünden, die noch kommen, locker wegstecken. Nicht Verzicht ist das Schlüsselwort, sondern Zurückhaltung, keine Verbote, sondern selektiver Genuss ist angesagt. Außerdem sind Sie gut beraten, den Alkoholkonsum in Grenzen zu halten – mit viel Wasser zwischendurch und immer wieder mal aromatischen Tees und Säften anstelle von Punsch und Sekt.

Stress und Streit …

… sind nämlich gerade in der besinnlichsten Jahreszeit oftmals ungeliebte Begleiterscheinungen. Wer seine Liebsten rund um sich schart und für ihr Wohl sorgt, hat jede Menge zu tun, um alle bei Laune zu halten. Da kann dann schon mal die eigene Erholung auf der Strecke bleiben. „Vorweihnachtsstress“ ist nicht umsonst ein Begriff, den niemand erklären muss: Weihnachtsfeiern, Kekse backen, Geschenke organisieren, Haus oder Wohnung auf Vordermann bringen, viel Familie und viele Freunde einladen oder besuchen und dabei auch den Job nicht vernachlässigen – das wird selbst Organisationstalenten oftmals zu viel. Stress und Streit lassen sich aber mit ein wenig Vorausplanung vermeiden. Beginnen Sie schon heute mit der Organisation der Geschenke, verteilen Sie Aufgabenin der Familie und planen Sie im Kalender Tage ohne Termine ein, um die freie Zeit für sich selbst zu nutzen – mit einem guten Buch, einem Bad oder Saunabesuch, einem langen Spaziergang oder ein wenig Schmökern in Kochrezepten, damit das Fest gut geplant werden kann. Der Effekt: Mit weniger Stress gibt es auch weniger Streit und Besinnlichkeit und Ruhe haben wieder Platz.

Hals- und Beinbruch …

… wünscht man jemandem, der eine schwierige Prüfung oder Aufgabe vor sich hat. Gemeint ist damit natürlich das Glück – und keine echte Verletzung, dabei ist die Gefahr für Letztere in dieser Jahreszeit durchaus gegeben. Eisige und rutschige Wege und verletzungsaffine Sportarten wie Skifahren, Eislaufen oder Rodeln bergen auch immer die Gefahr eines Unfalls, der langwierige Heilungsprozesse nach sich zieht. Gerade wer es eilig hat, unter Druck steht und mehr Aktivität in den Tagesablauf pressen will, als tatsächlich Platz hat, erhöht das Verletzungsrisiko. Muten Sie sich nicht mehr zu, als Sie schaffen können. Sie selbst kennen Ihre Fähigkeiten am besten – seien Sie ehrlich zu sich selbst und pfeifen Sie auf Superlative, die beeindrucken, aber gefährlich werden können. Setzen Sie lieber auf eine entspannende Massage, ein warmes Fußbad oder einen gemütlichen Spaziergang, wenn Sie ohnehin das Gefühl haben zu „rotieren“.

Feuer und Flamme …

… gehören zur dunklen Jahreszeit einfach dazu. Adventkranz, Weihnachtsbaum, Silvesterraketen und Kerzendeko bergen aber auch ganz klassische Brandgefahren, denen wir im besten Fall mit Umsicht und Vorsicht aus dem Weg gehen. So werden etwa trockene Adventgestecke regelmäßig befeuchtet, nicht brennbare Unterlagen aus Glas oder Porzellan schützen den Tisch darunter und die Kerzen brennen nie unbeaufsichtigt. Auf leicht entflammbaren Schmuck wird verzichtet und auch bei den Kerzen setzen wir lieber auf Sicherheitsprodukte. Ähnliches gilt natürlich für den Weihnachtsbaum. Er sollte zusätzlich in einem stabilen Ständer stehen und Löschmaterial muss in greifbarer Nähe sein. Am besten steht der Baum nicht beengt und keinesfalls versperrt er den Fluchtweg. Eine Kerze, die einen tiefhängenden Zweig in Brand setzt, löst innerhalb von maximal zehn Sekunden einen Vollbrand des gesamten Baumes aus. Übeltäter sind hier auch häufig die nach wie vor beliebten Sternspritzer. Rauchwarnmelder und Löschgeräte gehören in die Nähe des Baumes. Für den beliebten Lichterschmuck rund um Haus und Wohnung sind übrigens nur geprüfte, wetterfeste Produkte geeignet, die an einem GS (Geprüfte Sicherheit) oder VDE-Zeichen (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) erkenntlich sind. Für das Silvesterfeuerwerk gelten eigene, strenge Sicherheitsvorkehrungen. Achten Sie auf nicht zertifizierte Produkte, die leider noch immer frei erhältlich sind – sie sind nicht dafür geeignet, von Laien abgebrannt zu werden.

Husten und Schnupfen …

… sind oft Nebeneffekte der kalten Jahreszeit. Stress schickt nicht nur unsere Laune in den Keller, sondern auch unser Immunsystem, daher ist es umso wichtiger, in der Erkältungszeit auf Ausgeglichenheit zu achten. Moderate, aber regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, warme Getränke und bewusste Pausen zur Erholung beugen auf angenehme Weise vor, um das körpereigene Abwehrsystem auf Trab zu halten. Wenn doch einmal der Erkältungsbär zuschlägt, gilt es, keine heroischen Durchhalteparolen zu schieben, sondern sich endlich die Auszeit zu gönnen, nach der der Körper längst verlangt. Ruhe ist angesagt!