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04.03.2019 12:34 Alter: 16 Tage
Kategorie: März 2019

Sicher Arbeiten im Werkunterricht

Mit „Sicherheit im Werkunterricht – Arbeitsbehelf für die Sekundarstufe 1“ erweitert die AUVA heuer ihr Präventionsangebot um ein weiteres Medium.


© fotografixx/iStock

Im Jahr 1996 entstand die Unterlage „Sicherheit im Werkunterricht der Hauptschule“, die Werklehrern über viele Jahre hinweg als Grundlage zur Vermittlung von Sicherheit im Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und Werkstoffen im schulischen Kontext diente. Mehr als zwei Jahrzehnte später stellen geänderte Rahmenbedingungen und technischer Fortschritt auch den Werkunterricht vor neue Herausforderungen. So wurden die Fächer Technisches Werken und Textiles Werken zusammengelegt, der Lehrplan modifiziert und neue Lehramtsstudienkonzepte ausgearbeitet.

Mappe, Poster und DVD

Nach wie vor ist der Werkunterricht in der Schule zur Erlernung und Erarbeitung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sinne der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung ein wichtiges Fach, daher wurden die Unterrichtsmaterialien überarbeitet. So wurden aus knapp über 20 Seiten, in denen 13 verschiedene Arbeitsmittel behandelt wurden, über 100 Sei­ten mit Input zu 38 Arbeitsmitteln. Auch auf die Themenbereiche Raumordnung für Sonderunterrichtsräume („Werkraumordnung“), Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung und Betriebsanleitungen wird in dieser neuen Version eingegangen. Darüber hinaus beinhaltet die Mappe ein Poster mit „Sicherheitszeichen“ und Arbeitsblätter für Schüler. Damit Werklehrer die Mappe auch ihrem Schulstandort angepasst erweitern können, ist eine DVD mit Vorlagen für Checklisten inkludiert.

Einfache Sprache für besseres Verständnis

Zentraler Inhalt des neuen Mediums sind die „Arbeitsmittel-Checklisten“. Anhand derer kann in erster Linie die Lehrperson ein Arbeitsmittel hinsichtlich Funktionalität sowie richtiger und sicherer Verwendung prüfen. Sie können aber auch im fachpraktischen und fachtheoretischen Unterricht mit den Schülern als Arbeitsblätter eingesetzt werden. Die Checklisten beinhalten neben einer bildlichen Darstellung eine kurze Beschreibung des jeweiligen Arbeitsmittels und die Bezeichnung der wichtigsten Teile davon. Dabei wird auf eine einfache Fachsprache geachtet, damit Schüler lernen, die Arbeitsmittel und deren Bestandteile fachlich richtig zu benennen. Die einzelnen Checklisten sind – wenn erforderlich – mit entsprechenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnungen ausgestattet. Sowohl Lehrer als auch Schüler können so auf den ersten Blick erkennen, ob eine persönliche Schutzausrüstung bei der Arbeit dem Arbeitsmittel erforderlich ist und welche Gefahren davon ausgehen können.

Einbeziehung aller Beteiligten

Im Kapitel über die „Werkraumordnung“ wird Werklehrern die Herangehensweise zur Erstellung einer Werkraumordnung vorgeschlagen. Ausführliche Tipps zeigen, wie es gelingen kann, dass diese „Werkraumordnung“ auch gelebt wird, beispielsweise durch die Miteinbeziehung der Sichtweisen von Schülern zu diesem Thema.

Der partizipative Ansatz war bei der Erstellung der Mappe wichtig: Rückmeldungen von Werklehrern, Schulleitern und Schülern wurden eingeholt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Bildungsdirektionen der Bundesländer war ebenfalls gegeben. Lehrbeauftragte für den Fachbereich Technisches und Textiles Werken als auch Studierende an pädagogischen Hochschulen wurden bei der Erstellung miteingebunden.