< vorhergehender Beitrag
28.08.2017 13:15 Alter: 27 Tage
Kategorie: September 2017

Traumazentrum Wien: Neues Exzellenzzentrum für Unfallchirurgie

Die AUVA bündelt ihre Kompetenzen der Standorte der Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler in Wien unter einem organisatorischen Dach: Ab 1. Jänner 2018 startet das „AUVA-Traumazentrum Wien“.


Foto: © Istock

Mit dem ‚AUVA-Traumazentrum Wien‘ setzen wir bewusst auf ein Schwerpunktkonzept, um die bereits sehr hohe Qualität in der Unfallheilbehandlung noch weiter zu heben. So können die beiden Standorte die Patienten auf noch höherem Niveau versorgen“, erklärt KommR DDr. Anton Ofner, MSc, Obmann der AUVA. In den beiden AUVA-Unfallkrankenhäusern Lorenz Böhler und Meidling versorgt die AUVA derzeit mehr als die Hälfte aller Unfallpatienten in Wien. Die beiden Standorte bleiben als tragende Säulen weiter bestehen.
Offizieller Start des AUVA-Traumazentrums Wien ist der 1. Januar 2018 am Standort Meidling. Prim. Univ. Prof. Dr. Christian Fialka wird neben seiner Funktion als Leiter des Standorts Meidling auch die ärztliche Leitung des AUVA-Traumazentrums Wien übernehmen. Stellvertretender Leiter des AUVA-Traumazentrums Wien wird Prim. Priv. Doz. Dr. Thomas Hausner, der weiterhin als Standortleiter das UKH Lorenz Böhler führen wird.

Schwerpunktsetzungen steigern Qualität

Aufgrund einer höheren Fallzahl entsteht durch die Schwerpunktsetzungen vertieftes Expertenwissen und die Qualität der Unfallheilbehandlung kann weiter gesteigert werden. Darüber hinaus schont die Spezialisierung die Ressourcen und erhöht die Effizienz. Denn eine noch bessere Auslastung von teuren Geräten und Infrastruktur ermöglicht mittelfristig einen günstigeren Spitalsbetrieb. „Wien erhält ein Traumazentrum auf internationalem Top-Niveau“, ist Ofner überzeugt und ergänzt: „Unsere beiden Häuser erfüllen weiterhin eine wichtige Rolle innerhalb der AUVA und in der Wiener Spitalslandschaft. Die neu geschaffenen Strukturen stellen sicher, dass die AUVA für die Herausforderungen der Unfallchirurgie des 21. Jahrhunderts bestens aufgestellt ist.“

Das neue AUVA-Traumazentrum Wien bietet die komplette unfallchirurgische Versorgung der Patienten:

  • Die Akutversorgung schwerstverletzter Polytraumapatienten, 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche.
  • Die rekonstruktive Chirurgie durch hochqualifizierte Fachärzte, wie zum Beispiel traumatologisch-plastische Chirurgie und periphere Nervenrekonstruktion.
  • Ein wegweisendes Schockraumkonzept zur bestmöglichen Erstversorgung Schwerstverletzter.

Standortübergreifende Spezialteams unter anderem für Wirbelsäule, Schulter, Hand und Knie stehen 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche zur Verfügung. Zu jeder Zeit, wenn etwa ein Patient mit einer schweren Wirbelsäulenverletzung ein- geliefert wird, wird ein Wirbelsäulenspezialist Dienst haben. Ein standortübergreifendes Radiologie-Institut sowie eine standortübergreifende Schmerzambulanz sind in Planung.
In die Entwicklung des AUVA-Traumazentrums Wien sind alle relevanten Gruppen eingebunden – von den kollegialen Führungen bis zur Personalvertretung. „Die AUVA schafft und sichert mit dem AUVA-Traumazentrum Wien hochwertige Arbeitsplätze, erhöht die Attraktivität Wiens als unfallchirurgischer Spitzenstandort und leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen und effizienten Sicherung der Gesundheitsversorgung“, bestätigt auch Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien.

„Wien erhält ein Traumazentrum auf internationalem Top-Niveau.“
KommR DDr. Anton Ofner, MSc, Obmann der AUVA

Facts & Figures

Ziele

  • Gemeinsames Dach für die AUVA-Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler
  • Bündelung von Organisation und Know-how
  • Ausbau von medizinischen Versorgungsschwerpunkten

Nutzen

  • Gesamtes Spektrum der Unfallheilbehandlung zur Versorgung von Patienten
  • Komplexe Verletzungen durch verschiedenste Spezialisten mitversorgt
  • Eine Krankenanstalt zur Versorgung von mehr als der Hälfte aller Unfälle in Wien
  • Kürzere Behandlungs- und Verweildauer
  • Effizienter Einsatz der Ressourcen und mittelfristig günstigerer Spitalsbetrieb
  • Zusätzliche hochwertige Aus- und Weiterbildungsstätte
  • Sicherung und Schaffung hochwertiger Jobs
  • Aufwertung Wiens als unfallchirurgischer Spitzenstandort
  • Langfristige Sicherung der bestmöglichen Versorgung für Patienten

AUVA-UKH Meidling

  • Akutversorgung schwerstverletzter Patienten mit Polytraumen
  • Wegweisendes Schockraum-konzept
  • 24 Stunden/7 Tage pro Woche
  • 7.718 stationäre Fälle, 66.573 ambulante Fälle, 59,5 Mio. Euro Ausgaben für Heilbehandlung (Eckdaten aus 2016)

AUVA-UKH Lorenz Böhler

  • Rekonstruktive Chirurgie
  • Weiterhin Akutversorgung nicht lebensgefährlich Verletzter
  • 6.190 stationäre Fälle, 65.876 ambulante Fälle, 48,6 Mio. Euro Ausgaben für Heilbehandlung

(Eckdaten aus 2016)