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06.06.2017 10:46 Alter: 22 Tage
Kategorie: Juni 2017

Verkehrserziehung für „junge Erwachsene“

Die Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen ist eine stark gefährdete Personengruppe im Straßenverkehr. Für diese Jugendlichen bietet das Institut „sicher unterwegs“ das Verkehrs­erziehungsprogramm Trafficsafety4you.


Fotos ©Institut „sicher unterwegs“

Der Straßenverkehr gilt nach wie vor als häufigste Quelle tödlicher Unfälle in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen. Dies ist zum einen auf entwicklungspsychologische Ursachen wie noch nicht voll entwickelte Verkehrskompetenzen sowie noch nicht voll ausgereifte Impulskontrollen zurückzuführen. Zum anderen kommt eine höhere Risikobereitschaft dazu, die sich auch in Drogen- und Alkoholkonsum zeigt. In aktuellen Studien gab etwa ein Fünftel der befragten Schüler an, zumindest einmal Cannabis konsumiert zu haben.

Interaktive Module

Das Institut „sicher unterwegs“ hat daher bei der Entwicklung seines Verkehrserziehungsprogramms „Trafficsafety4you“ genau auf diese Faktoren Rücksicht ge­­­nommen. Die Schulen können bei diesem speziell für 14- bis 18-jährige Jugendliche entwickelten Programm zwischen drei Modulen wählen, die einzeln oder gemeinsam bei „sicher unterwegs“ kostenfrei gebucht werden können. Die Module „Alkoholfreiheit“, „Drogenfreiheit“ und „Ablenkungsfreiheit“ dauern jeweils vier Schulstunden. Sie sind interaktiv konzipiert, Erlebnisaufgaben wechseln mit Wissensinput, Diskussion, Kleingruppenarbeit und geleiteter Selbstreflexion. Das österreichweit verfügbare Angebot ist für die Schulen kostenfrei, es wird von der AUVA finanziert. Durchgeführt wird das Verkehrserziehungsprogramm von Verkehrspsychologen.

Risikofaktor: Drogen

Insbesondere der Drogenkonsum als Risiko wird von den Jugendlichen oft unterschätzt. Das Modul für Drogenfreiheit im Straßenverkehr des Trafficsafety4you Programms zielt darauf ab, Jugendliche und junge Erwachsene für den Risikofaktor Drogen im Straßenverkehr zu sensibilisieren und durch eine adäquate Risikoeinschätzung zu verantwortungsvollem Handeln zu motivieren. Mittels abwechslungsreicher Informations-, Diskussions- und Reflexionseinheiten wird das Thema Drogen im Straßenverkehr aufgearbeitet und zusätzlich anhand von praktischen Übungen mit sogenannten „Rauschbrillen“ für Schüler erlebbar gemacht.
Im Zuge dieses Moduls haben kreative Schüler die Möglichkeit, sich an einem österreichweiten Plakatwettbewerb für das beste Drogenpräventionsplakat im Straßenverkehr zu beteiligen. Die drei in der jeweiligen Klasse demokratisch zu den besten beiden Plakaten gewählten Werke werden per Mail unter plakatwettbewerb@sicherunterwegs.at unter Angabe des Namens des Künstlers sowie der Klasse und der Schule an „sicher unterwegs“ übermittelt. „sicher unterwegs“ veröffentlicht diese auf der „Trafficsafety4you“-Website. Wenn von allen 30 Schulklassen die Verkehrssicherheitsplakate eingelangt sind, startet der einwöchige Voting-Prozess, an dem sich alle Verkehrssicherheitsinteressierten beteiligen können. Jeder hat pro Bild eine Stimme. Das beste Bild wird prämiert und von der AUVA gedruckt. Der aktuelle Stand des Votings kann laufend mitverfolgt werden.

Wer lernt, das Risiko adäquat einzuschätzen, kann auch zu verantwortungsvollem Handeln motiviert werden.

Info & Kontakt:
www.sicherunterwegs.at/trafficsafety4you

Der Voting-Prozess läuft von 1. bis 8. Juni 2017!
Er kann laufend mitverfolgt werden.