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Aktuell: Auf die Psyche kommt es an

 

„Mind Matters“ war heuer das Motto des von der AUVA unterstützten Online-Gesundheitsevents Austrian Health Day. Unternehmen und ihre Mitarbeiter:innen konnten kostenlos teilnehmen.

Wie man trotz hoher Belastungen gesund bleibt und auch Rückschläge bewältigt, zeigen Beispiele erfolgreicher Profisportler:innen. Der Initiator des Austrian Health Day, Günther Matzinger, kann diesbezüglich auf eigene Erfahrungen als Triathlet und mehrfacher Goldmedaillengewinner bei den Paralympics zurückblicken. Stargast des Online-Gesundheitsevents war der Radrennfahrer Christoph Strasser. Dass man sich ehrgeizige Ziele setzen kann, aber trotzdem auf seine Gesundheit achten sollte, wurde ihm bei seiner ersten Teilnahme am Radmarathon Race Across America bewusst, den er aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste. In den folgenden Jahren fuhr er bei dem Rennen sechsmal als Sieger ins Ziel. Scheitern gehört dazu, davon ist Mag. Viktoria Lanthier vom Institut für Vitalpsychologie überzeugt: „Jeder gescheiterte Versuch liefert Informationen, was man besser machen kann, und bietet damit die Möglichkeit zu wachsen.“

Mentale Stärke

Der Mentaltrainer Manuel Horeth analysierte, worauf die mentale Stärke von Spitzensportlern:-sportlerinnen beruht. Sie lässt sich durch Entspannung, Imagination, also die bildliche Vorstellung von Handlungen, und Konditionierung fördern. Hört man beispielsweise in einem entspannten Moment ein bestimmtes Lied, stellt sich durch das erneute Anhören wieder Entspannung ein.

Dr. Bardia Monshi vom Institut für Vitalpsychologie zeigte auf, wie man damit umgehen kann, wenn der Istzustand und der gewünschte Sollzustand zu weit auseinanderliegen und wie das Aufgeben von Veränderungswünschen zu Gelassenheit führen kann. Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit, lässt sich durch guten Schlaf steigern. Dazu gab Alexandra Hinterberger, MSc, vom Labor für Schlaf & Bewusstseinsforschung am Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften Salzburg, Tipps für besseres Ein- und Durchschlafen.

Belastungen am Arbeitsplatz

Mag.a Sylvia Ebner, Arbeitspsychologin in der AUVA-Hauptstelle, wies darauf hin, dass der:die Arbeitgeber:in dafür verantwortlich ist, eine gesunde Arbeitsumgebung zu schaffen. Die Arbeitnehmer:innen sollten entlastende Maßnahmen wie die Möglichkeit, zwischendurch kurze Pausen zu machen, in Anspruch nehmen.

Nicht alle Herausforderungen können und müssen allein bewältigt werden. Unterstützung zu erhalten setzt vertrauensvolle Beziehungen voraus. Dazu nennt die deutsche Vertrauensexpertin und Wirtschaftspsychologin Eva Schulte-Austum, BSc, MA, Voraussetzungen im beruflichen Kontext: „Kompetenz, Verschwiegenheit und das Einhalten von Versprechen spielen eine wesentliche Rolle.“ (rp)

Portraitfoto von Günther Matzinger und Schlafforscherin Alexandra Hinterberger
Günther Matzinger und Schlafforscherin Alexandra Hinterberger
© R. Reichhart