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Allergie & Arbeitsplatz

Allergiker:innen haben es heuer in der Pollensaison doppelt schwer, denn die Belastung ist besonders hoch und gleichzeitig sind die Diagnose und Therapie durch die Pandemie beeinträchtigt.

Der Pollenflug startete heuer deutlich früher und heftiger als in den Jahren davor“, stellen die Experten:Expertinnen des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien und der Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV) fest. Diese Entwicklung wird sich auch im Lauf der diesjährigen Pollensaison weiter fortsetzen. Dazu kommt, dass die Pandemie die ohnehin oft ungenügende Versorgung von Betroffenen weiter ausbremst: Wie eine EU-weite Befragung von Ärzten:Ärztinnen zeigt, kam vor allem zu Beginn der Pandemie die allergenspezifische Immuntherapie (AIT) deutlich weniger zum Einsatz als davor. Nur einer:eine von zehn Ärzten:Ärztinnen ini­tiierte die Injektionskur wie gewohnt.

Die Belastungen für die Pollenallergiker:innen traten aufgrund der überdurchschnittlich milden Temperaturen zu Jahresanfang intensiver auf. Pollenallergiker:innen sollten daher nicht nur zu Hause, sondern auch am Arbeitsplatz einige Tipps beachten:

  • Sprechen Sie mit Ihren Kollegen:Kolleginnen über Ihre Erkrankung! Aktuell können Husten, Schnupfen oder tränende Augen häufig bei Ihren Mitmenschen Unsicherheit auslösen. Erklären Sie, dass es sich um Allergiesymptome und nicht etwa um andere mögliche Virusinfektionen handelt, um Missverständnissen vorzubeugen.
  • Vermeiden Sie am Arbeitsplatz allergieverstärkende Einflussfaktoren wie Zigarettenrauch oder Ozonbelastung, zum Beispiel durch laufende Drucker oder Kopierer.
  • Wenn Sie an gereizten Augen leiden, tauschen Sie Kontaktlinsen gegen Brillen. Gönnen Sie Ihren Augen häufiger eine Computerpause und beruhigen Sie Reizungen zwischendurch mit kühlen Kompressen.
  • Auch wenn regelmäßiges Lüften in Innenräumen zu wichtigen Covid-Vorschriften zählt und das vermutlich noch länger so bleiben wird: Bei Pollenallergien sollte tagsüber nicht gelüftet werden! Sprechen Sie auch hier mit ihren Kollegen:Kolleginnen, möglicherweise ist das Einschalten einer Klimaanlage – nicht nur bei warmen Temperaturen – möglich. Gelüftet wird aufgrund des Pollenflugs in der Stadt am besten am Morgen, in ländlichen Regionen eher am Abend!
  • Lassen Sie möglichst keine Straßenkleidung wie Jacken oder Mäntel in den Arbeitsräumen hängen, in denen sich tagsüber Allergiker:innen aufhalten.
  • Wenn möglich, versuchen Sie auf Arbeitsräume auszuweichen, in denen keine Spannteppiche liegen.
  • Bitten Sie das Reinigungspersonal, den Arbeitsplatz morgens gründlich zu wischen. Wenn nötig, greifen Sie selbst zu einem feuchten Tuch und befreien Oberflächen selbst mehrmals täglich von Pollen- und Blütenstaub.

www.pollenwarndienst.at

Allergie & Tiere – Aufatmen für Katzenallergiker:innen

Etwa jeder fünfte Mensch ist von einer Katzenallergie betroffen. Es sind aber nicht die Haare einer Katze der Auslöser einer Allergie, sondern das Protein „Fel d1“, ein Sekretglobulin. Es kommt unter anderem im Speichel der Katze vor und wird zum Beispiel beim Putzen auf das Fell übertragen. Pro Plan LiveClear ist eine neuartige Katzennahrung, die über eine spezielle Beschichtung verfügt. Dies enthält ein Schlüsselprotein, das aus Hühnerei gewonnen wird und ein Antikörper zu „Fel d1“ ist. So wird im Maul über die Tiernahrung das Allergen neutralisiert und kann die allergieauslösende Wirkung um rund 47 Prozent reduzieren. Der Effekt tritt bereits ab der dritten vollständigen Fütterungswoche ein. Sicherheitsstudien haben gezeigt, dass die Vitalwerte von Katzen, die mit der Spezialkatzennahrung gefüttert werden, unverändert bleiben. Wichtig für Tierbesitzer:innen ist, dass zusätzliche Maßnahmen im Allergiemanagement nicht beendet werden sollen!

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© Ingo Bartussek/AdobeStock