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Arbeitskultur-Trends

Das Jobportal karriere.at hat die „Trendthemen“ des neuen Jahres eruiert: Nicht kurzlebige Trends werden dieses Jahr für Unternehmen bestimmen, sondern fundamentale, für die Arbeitskultur richtungsweisende Entscheidungen.

Das Jahr 2020 wird schon jetzt als das „Jahr des Homeoffice“ in die Geschichte eingehen. Das Arbeiten von zu Hause aus wird uns aber dauerhaft begleiten. Arbeitgeber müssen daher schnellstmöglich entscheiden, ob sie diesen Wunsch auch nach der Corona-Krise erfüllen oder sogar auf völlig ortsungebundenes Arbeiten, Remote Work, erweitern. Dazu müssen Rahmenbedingungen geschaffen und Vereinbarungen getroffen werden. Klug ist, wer diese bereits jetzt erstellt. Sozialpartner und Regierung haben sich vor Kurzem zwar auf Regeln für die Heimarbeit geeinigt, vieles bleibt dennoch offen.

Hybridformate

Ausschließlich Homeoffice ist auch keine Lösung, deshalb wird künftig eine „hybride“ Arbeitskultur an Bedeutung gewinnen. In dieser kann sowohl im Büro als auch außerhalb gearbeitet werden. 2020 hat uns gezeigt, dass Meetings, Konferenzen oder Bewerbungsgespräche sehr gut durch digitale Treffen ersetzt werden können und lange Reisen für eine Abstimmung, Weiterbildung oder ein Kennenlernen nicht immer nötig sind. Das damit einhergehende Einsparpotenzial wird wohl die meisten Unternehmen überzeugen, diese hybriden Arbeitsweisen weiterzuführen.

Vertrauen

Homeoffice braucht Vertrauen. Unternehmen, die auf traditionelles „command and control“ setzen, haben das im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Eigenverantwortliches Arbeiten funktioniert auf Distanz besser als Kontrolle. Dieses Übertragen von Verantwortung erfordert aber auch klare Entscheidungen gegen Überwachung, Präsentismus und Micromanagement.

Gesundheitsförderung

Eine Belastungsprobe wie die derzeitige Krise hat gezeigt, wie gut oder schlecht es um die Resilienz jedes Einzelnen, aber auch um die der Unternehmen steht. Jetzt gilt es, Mitarbeiter mit Fähigkeiten auszustatten, um künftig besser mit Krisen umgehen zu können und wirtschaftliche Stabilität sowie einen festen Teamzusammenhalt bestmöglich sicherzustellen. Damit einher geht die Frage nach sinnvollen Hygienemaßnahmen und Präventionskonzepten, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern: Wechseln wir von Großraum- in Kleinbüros oder stellen den Mitarbeitern ergonomische Büromöbel auch fürs Homeoffice zur Verfügung? Gibt es künftig gesunde Verpflegung in der Kantine oder Sportmöglichkeiten während der Arbeitszeit? Oder ist Gesundheit Privatsache, um die sich Arbeitgeber nicht kümmern sollten? Fragen wie diese werden heuer intensiv diskutiert werden müssen.

Nachhaltigkeit

Die Krise hat uns Verzicht gelehrt. Ob Geschäftsreisen, Bürofläche oder Arbeitszeit – viele haben in Kurzarbeit ähnlich produktiv gearbeitet wie in Vollzeit. Diese Erkenntnisse sollten genützt werden, um eine mögliche Reduktion oder nachhaltige Umverteilung von Ressourcen umzusetzen.

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© hofred/iStock