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Beweglichkeit – ein unterschätzter Faktor

Die Bedeutung der Beweglichkeit für die Gesundheit und Fitness wird allgemein unterschätzt. Grundsätzlich gilt: Ein Muskel muss dehnbar genug sein, um normale Gelenksbeweglichkeit zu ermöglichen und straff genug, um das Gelenk zu stabilisieren.

Ab sofort in jeder Alle!Achtung! Bewegungsübungen für den Berufsalltag!

Typischerweise neigen jene Muskeln, die eine wichtige Haltefunktion haben, zu Verkürzungen, während ihr Gegenspieler (Antagonist) zu übermäßiger Dehnung und Abschwächung neigt. Dies kann zu sogenannten muskulären Dysbalancen – eine der Hauptursachen für Haltungsschäden und Sportverletzungen – führen.
Ist ein Muskel verkürzt, kann er sein volles Kraftpotenzial nicht mehr entfalten und die Gelenksbeweglichkeit ist eingeschränkt.

Beweglich bleiben, aber wie?

Je nach Form ihrer Beanspruchung sollen Muskeln entsprechend gefordert und gepflegt werden. Das bedeutet, jene Muskeln, die zur Verkürzung neigen, sollen gedehnt werden und jene Muskeln, die zur Abschwächung neigen, gekräftigt werden.
So neigen beispielsweise die Nacken-, Brust- und Schultermuskulatur sowie der Hüftbeuger zur Verkürzung. Dagegen tendiert die Rückenmuskulatur im Brustbereich sowie die Bauch- und Gesäßmuskulatur zur Abschwächung.
Insbesondere eine nach vorne gerichtete, lang andauernde sitzende Tätigkeit vor dem Bildschirm verstärkt eine Muskelverkürzung im Nacken-, Brust und Schulterbereich. Daher ist es besonders wichtig, diese Muskeln zu dehnen und so die Beweglichkeit aufrecht zu erhalten.

Die Dosis macht’s

Von der Vielzahl an Dehnmethoden lässt sich die statische am einfachsten in den beruflichen Alltag integrieren (Dehnposition wird eingenommen und über einen bestimmen Zeitraum gehalten). Zwei Mal pro Woche durchgeführt, verhelfen Dehnübungen bereits zum Erhalt der Beweglichkeit. Wer drei bis fünf Mal wöchentlich dehnt, kann damit die Beweglichkeit sogar verbessern. Idealerweise werden die Übungen nach einer Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems gemacht.

Übung 1: Dehnung der Hals- und Nackenmuskulatur

Diese Übung dient zur Dehnung und Entspannung der Hals- und Nackenmuskulatur.
Ausführung: Im aufrechten, hüftbreiten Stand neigen Sie den Kopf nach vorne (Blick zur rechten Großzehe), bis Sie einen leichten Dehnreiz spüren. Dehnen Sie die Halswirbelsäule behutsam!
Dauer: Bleiben Sie 20 – 30 Sek. in der Dehnposition. Anschließend Seitenwechsel mit Blick in Richtung linker Großzehe. Wiederholen Sie die Übung auf beide Seiten nach einer kurzen Pause bis zu drei Mal.

Übung 2: Dehnung des Schulterbereichs

Diese Übung dient zur Dehnung der oberen Arm-, Brust- und Schultermuskulatur.
Ausführung: Verschränken Sie die Arme hinter dem Rücken, beugen Sie den Oberkörper nach vorne und heben Sie die Arme zur Decke. Dehnen Sie behutsam!Dauer: Bleiben Sie 20 – 30 Sek. in der Dehnposition.
Wiederholen Sie die Übung nach einer kurzen Pause zwei bis drei Mal.

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© R. Reichhart