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Digitalisierung und Gesundheit

Digital geschulte Mitarbeiter im Sozialbereich können diese Kompetenzen auch an die zu betreuenden Klienten weitergeben. Voraussetzung dazu ist, mögliche Barrieren und Ängste abzubauen und Digitalisierung als positive Herausforderung zu erleben.

Die sozial-kommunikative Gestaltung der Arbeitsbedingungen spielt in sozialen Dienstleistungsbetrieben eine große Rolle, wo der Umgang mit den individuellen Bedürfnissen anderer Menschen zum gewohnten Arbeitsumfeld zählt. Das Gespräch, die Zuwendung, der soziale Kontakt stehen viel mehr im Vordergrund als die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und digitalen Medien. „Im Sozialbereich ist digitale Kompetenz ein Randthema und erzeugt bei den Mitarbeitern oft große Unsicherheit und Ängste. Hand in Hand gehen vermehrter Stress und Gesundheitsbelastungen“, erzählt Isabel ­Kotrba, BSc, eine der BGF-Projektleiterin des Salzburger Integrationsbetriebes „anderskompetent“. Dennoch: Im Einsatz sind Smartphones, gepostet und gelikt wird auf Facebook und Instagram. Dass es hier klare interne Regeln und ein gemeinsames Wording braucht, ist nur eine Seite der Medaille. „Social-Media-Management kann nicht nebenher laufen, es braucht eine Strategie, Ziele und am Ende auch die Zeitressourcen, um den Außenauftritt auf diesen Kanälen zu gestalten“, ergänzt ­Florentine Steiner, BGF-Projektleiterin.

Und hier ist auch schon die Brücke zwischen Digitalisierung und Gesundheit geschlagen: Wie lässt sich dieser neu entstandene Arbeitsdruck auflösen? An jedem der Standorte von anderskompetent wurde für insgesamt mehr als 100 Mitarbeiter ein sogenannter „Digi Coach“ eingesetzt, der im direkten Kontakt informiert und berät. Treten neue Mitarbeiter in das Unternehmen ein, gibt es dazu eine Basisschulung. Ein eigener Newsletter informiert über den Projektfortschritt in Sachen „Digitalisierung“, alle Schlüsselkräfte finden regelmäßige Updates in ihren E-Mail-Postfächern. Positiv überrascht waren die Projektleiterinnen von der hohen Verbindlichkeit und dem Wissensdurst, der bei den Workshops zutage trat.

FGÖ-FÖRDERSCHWERPUNKTE „BGF IN DER ARBEITSWELT 4.0“
Antragssteller/inUnternehmen (gewinnorientiert oder ­gemein­nützig) österreichweit, vorrangig mit
BGF-Gütesiegel
Projektlaufzeitzwischen 12 und 24 Monate
Einreichungjederzeit laufend möglich über FGÖ-Projektguide
Inhaltlicher Fokuszeitgemäße BGF-Ansätze in der Arbeitswelt 4.0 unter Aspekten der Digitalisierung, fairer Gesundheitschancen sowie Gesundheitskompetenz
Fördermöglichkeitmax. EUR 25.000,– pro antragstellendem Betrieb
Info & Kontakthttps://fgoe.org/nachhaltigkeitsprojekte_bgf

 

Info & Kontakt

www.anderskompetent.at

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© ilyaliren/iStock