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Gefahren für (kleine) Fußgänger

Der Herbst leuchtet in allen Farben, die Kehrseite des Herbstes mit Regen, Nebel, Düsterheit macht jedoch vielen zu schaffen. Im Straßenverkehr birgt die Jahreszeit noch zusätzliche Gefahren.

Bei Dunkelheit und schlechter Sicht steigt insgesamt das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken. Besonders gefährdet sind jetzt Menschen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller unterwegs sind.

Die Sicht von Kindern

Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen ein deutlich eingeschränktes Gesichtsfeld. Dadurch können sie Gefahren oft nicht rechtzeitig und im vollen Überblick erkennen. Wenn sie die Scheinwerfer eines Autos sehen, glauben sie, dass sie selbst auch vom Lenker gesehen werden und dieser rechtzeitig reagieren wird. Noch dazu bereitet Kindern das Einschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten große Schwierigkeiten. Sie reagieren deutlich langsamer als Erwachsene, manchmal auch unberechenbar und impulsiv. Rücksichtnahme vonseiten der Erwachsenen ist deshalb oberstes Gebot.

Die Sicht von Kfz-Lenkern

Bei Dunkelheit und Dämmerung verringert sich die Fähigkeit des menschlichen Auges, Objekte wahrzunehmen, erheblich. In der Dämmerung liegt sie nur bei 20 bis 30 Prozent, bei Dunkelheit sogar nur bei fünf Prozent. Kfz-Lenker können daher besonders Fußgänger im Dunkeln nur sehr schlecht erkennen und daher erst spät reagieren. Regen, Nebel und unangepasste Geschwindigkeit verschärfen die Situation noch zusätzlich. Dunkel gekleidete Fußgänger, die im Straßenumfeld unterwegs sind oder eine Fahrbahn überqueren wollen, können da leicht übersehen werden.

Tipps für die dunkle Jahreszeit

Hell gekleidete Fußgänger heben sich deutlich vom Hintergrund ab und können so besser gesehen werden. Eine Person mit dunkler Kleidung ist in der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht im Abblendlicht vom Autofahrer erst auf eine Entfernung von 20 bis 30 Metern erkennbar, eine hell angezogene lässt sich bereits aus einem Abstand von 40 bis 50 Metern wahrnehmen. Trägt der Fußgänger zusätzlich noch reflektierende Elemente an der Kleidung, kann dieser bereits vom Autofahrer aus einer Entfernung von 130 bis 160 Metern gesehen werden.

Wer bei schlechter Sicht unterwegs ist, sollte sich so hell wie möglich kleiden und auf die Ausstattung von Reflexmaterial achten.
Reflexmaterialien sollen in der Höhe des Streuwinkels des Abblendlichtes getragen werden. Bei Kindern sollte der ganze Körper, von den Schuhen bis zum Oberkörper, reflektierende Elemente aufweisen.

Wichtig ist, die Applikationen nicht nur vorne oder hinten anzubringen, sondern auch seitlich – so können die Kinder auch beim Überqueren der Fahrbahn vom Autolenker wahrgenommen werden.

Weiße, gelbe und silberne Reflektoren sind heller als blaue oder rote. Reflektierende Materialien sollten der ÖNORM EN 13356 entsprechen.  
Auch über der Kleidung getragene Warnwesten oder Schärpen sind sehr effektiv, da sie neben Reflexstreifen vor allem Signal- und Neonfarben aufweisen und somit auch ohne direkte Lichtquelle sehr gut erkennbar sind.
Ebenso sollten Schultaschen auffällige Farben haben und mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein, die idealerweise an der Vorderseite, an den Seitenflächen sowie an den Trageriemen befestigt sind. Beim Kauf auf die ÖNORM 2170 oder die DIN 58124 achten. Die bei Kindern beliebten Rucksäcke oder Trolleys sollten mit reflektierenden Elementen nachgerüstet werden.
Nicht nur auf die richtige Kleidung kommt es an, sondern auf das sichere Verhalten. Fußgänger sollten bei Dunkelheit nur an gut beleuchteten und gesicherten Stellen die Fahrbahn queren. Ampelanlagen und Zebrastreifen bieten zumindest ein Mindestmaß an Sicherheit.

Abbildung von Kleinkind mit Applikatoren am Rucksack
© R. Reichhart