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Gesund im Winter: Herausforderung für Haut und Augen

Werden Haut und Augen im Winter ­vernachlässigt, kann das gesundheitliche ­Beschwerden verur­sachen. Wie Sie diese ­wichtigen Sinnesorgane am besten schützen können, haben wir hier für Sie ­zusammengefasst. Arbeitsmediziner Dr. Clemens Dobusch von der AUVA gibt praktische Tipps.

Die Haut spannt, die Augen fühlen sich trocken und gereizt an. Besonders im Winter häufen sich diese Phänomene, denn Kälte, Wind und trockene Heizungsluft stellen Haut und Augen auf die Probe. Vor allem jene Personen, die bereits unter Hautproblemen leiden, stellen fest, dass sich in der kalten Jahreszeit die Symptome verschlechtern. Auch wer beruflich mit Feucht- oder Nassarbeit zu tun hat oder mit unterschiedlichen Chemikalien in Kontakt kommt, sollte im Winter vermehrt auf die Haut achten.

Kälte und trockene Heizungsluft

Vermehrte Pflege ist jetzt wichtig, um die Hautschutzbarriere intakt zu halten. Denn trockene, rissige Haut stellt eine ideale Eintrittspforte für Schmutz und Keime dar. Vor allem Arbeitnehmer:innen unterschiedlicher Branchen, die beruflich bedingt viel Zeit im Freien verbringen müssen, sollten bereits ab Herbst die Hautpflege intensivieren und bei Pflegeprodukten auf Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O-Emulsionen) zurückgreifen.

Ob zusätzlicher UV-Schutz benötigt wird, hängt vor allem davon ab, in welcher Höhe gearbeitet wird. Im Flachland stellt die UV-Belastung aufgrund des niedrigeren Sonnenstands im Winter keine besondere Belastung für die Haut dar. Wer jedoch in höheren Lagen oder sogar in den Bergen arbeitet, sollte auf Cremen mit entsprechendem Lichtschutzfaktor zurückgreifen und vor allem exponierte Körperstellen wie Nase, Lippen und Ohren schützen, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Denn jeder Sonnenbrand schädigt die Haut, trägt zu einer frühzeitigen Hautalterung bei und erhöht langfristig das Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken.
Auch auf den Augenschutz sollte im Winter nicht vergessen werden, vor allem bei Arbeiten im Schnee und in der Nähe reflektierender Oberflächen. Sonnenbrillen mit UV-Filter schützen das Auge nicht nur vor dem Eindringen schädlicher UV-Strahlen, sondern stellen auch einen Schutz vor mechanischer Reizung, zum Beispiel durch Schneekristalle oder Wind, dar. Ob eine Brille Schutz vor schädigenden UV-Strahlen bietet, lässt sich am Hinweis „UV400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ erkennen.

Da bleibt jedes Auge trocken

Arbeitnehmer:innen, die ihren Arbeitsalltag großteils in Innenräumen verbringen, merken mit Beginn der Heizsaison meist eine Veränderung an ihren Augen. Vor allem, wenn viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht wird, kommt es in überheizten Räumen zum Austrocknen der Augen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit zu stark, so werden auch die Schleimhäute – in den Augen oder der Nase – ausgetrocknet. Das führt nicht nur zu einem unangenehmen Spannungsgefühl, Jucken oder Brennen, sondern vermindert auch die Barrierewirkung der Schleimhaut, sodass Viren und Bakterien einfacher in den Körper eindringen können.

Meist entsteht unbehagliches Raumklima durch falsches Lüften. Zugluft, zum Beispiel durch ­permanent gekippte Fenster, und zu hohe Luft­tem­pe­raturen sollten vermieden werden. Am besten ist mehrmals tägliches Stoßlüften. Dabei werden die Fenster für mehrere Minuten komplett geöffnet, um die verbrauchte Luft durch frische Luft zu ersetzen. In Büroräumen deren Fenster nicht ­geöffnet werden können, muss die mechanische Be- und Entlüftungsanlage entsprechend eingestellt ­werden. Luftbefeuchter sollten aus arbeitsmedizinischer Sicht nur begrenzt eingesetzt werden, da sie bei fehlender Wartung und Reinigung rasch zu einem Hygieneproblem werden können. Eine einfache und hygienisch unbedenkliche ­Variante der Luftbefeuchtung sind hingegen Zimmerpflanzen. (akds)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auch in unserem AUVA-Blog:
sichereswissen.info

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