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Goldene Securitas: Heben und Tragen leicht gemacht

Um Rückenprobleme zu vermeiden, werden bei Reifen Jais GmbH regelmäßig Evaluierungen der aktuellen Arbeitssituation vorgenommen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der ­Mitarbeitenden in den alltäglichen Arbeitsablauf integriert.

Die Gesundheit der Mitarbeiter:innen im Betrieb ist Ing. Martin Jais, Geschäftsführer des Familienbetriebes Reifen Jais aus Hall in Tirol, ein großes Anliegen. Konkretes Ziel ist es, Rückenprobleme, die beim Verladen von Reifen in der Vergangenheit unvermeidbar waren, endgültig aus den Arbeitsprozessen zu eliminieren. Aus diesem Grund wurden spezielle Stapler mit einer Ballenklammer angeschafft, um die sonst mühsame Hebe- und Tragearbeit zwischen dem Lager und den Fahrzeugen maßgeblich zu erleichtern und die Gesundheit der Mitarbeitenden nachhaltig zu schützen. Diese Präventionsmaßnahme wurde von der AUVA und der Wirtschaftskammer Österreich im vergangenen Jahr mit einer Nominierung zur Goldenen Securitas, einem Präventionspreis, der alle zwei Jahre für Sicherheit- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ausgeschrieben wird, in der Kategorie „Sicher und gesund arbeiten“ belohnt.

Stapler statt Handarbeit

Der Familienbetrieb wurde im Jahr 1992 von Johannes Jais gegründet. Ursprünglich war der Zwei-Mann-Betrieb mit einer mobilen, komplett eingerichteten Reifenwerkstatt unterwegs, um Reifen von Lkw und Baumaschinen vor Ort auszutauschen und zu reparieren. 25 Jahre später übernahm der Sohn und heutige Geschäftsführer, Ing. Martin Jais, das Unternehmen mit 33 Arbeitnehmern:Arbeitnehmerinnen in Hall in Tirol. Seine Schwestern Melanie und Natascha Jais sind Gesellschafterinnen. Gemeinsam beschäftigt das erfolgreiche Team mittlerweile über 40 Mitarbeiter:innen.

Die ergonomische Optimierung der Arbeitsplätze zur Verhinderung von Muskel- und Skeletterkrankungen er­­folg­te bei Reifen Jais durch Unterstützung von Staplern mit Greifarm zum Manipulieren von Rädern. Seither gehören schwere händische Arbeitsschritte wie Heben und Tragen der Vergangenheit an. Melanie Jais erzählt, wie früher Reifen für Zweiradfahrzeuge, Pkw, Traktoren, Lkw und Muldenkipper nur mit großen körperlichen Anstrengungen verladen wurden: „Zuvor mussten die gelieferten Reifen mittels Gabelstapler weggeräumt und anschließend händisch gerollt oder getragen werden. Rückenprobleme innerhalb der Belegschaft waren an der Tagesordnung.“ Ein Greiftool – die Ballenklammer – wurde als Präventionsmaßnahme an einem herkömmlichen Gabelstapler montiert und zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden in den alltäglichen Arbeitsablauf integriert. Mit diesem Greifer können ohne körperliche Anstrengung mehrere aufeinander gestapelte Reifen angehoben, mit dem Stapler transportiert und verladen werden. Melanie Jais selbst legt im Betrieb gerne Hand an und zeigt, wie sie große Mengen von Reifen selbst verladen kann, ohne dabei ihren Rücken zu belasten. „Früher wäre nicht daran zu denken gewesen, dass ich diese Tätigkeiten verrichten kann“, erzählt die Powerfrau stolz, während sie auf den Gabelstapler steigt, um mit der Verladetätigkeit zu beginnen.

Ein Reifenprofi aus dem Team erzählt von der großen Erleichterung des Ar­beits­prozesses und von der nachhaltigen, muskulären Entlastung seines Rückens. Dadurch konnten bestehende Arbeitsprozesse so optimiert werden, dass der Großteil der Arbeiten mit dem umfunktionierten Stapler verrichtet werden kann.

Evaluierung der aktuellen ­Arbeitssituationen

Der Unternehmer Martin Jais berichtet: „In unserem Betrieb schätzen wir die gute Zusammenarbeit mit Experten:Expertinnen von AUVAsicher. Wir arbeiten laufend daran, unsere Abläufe arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch zu verbessern. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass dieser besondere Stapler so umgebaut und zertifiziert wurde, um das Greifen von Rädern vom Absetzen bis zur Montage am jeweiligen Fahrzeug so schonend wie möglich durchzuführen. Darüber hinaus wird laufend an der Optimierung anderer Arbeitsabläufe weitergearbeitet.“

Ein weiteres Erfolgsrezept des traditionellen Familienbetriebes liegt in der konsequenten Unternehmensentwicklung, die auf höchsten Qualitätsstandards und zuverlässigem Kundenservice beruht. Flache Hierarchien und dementsprechend hohe Flexibilität können schnelle und maßgeschneiderte Lösungen gewährleisten. (as)

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© A. Seitz