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Goldene Securitas: Wo Design, Qualität und Gesundheit Hand in Hand gehen

Den Aufwand für das Heben und Tragen schwerer Werkstücke zu vermindern, hilft mit, Muskel- und Skeletterkrankungen vorzubeugen. Verbesserte ergonomische Maßnahmen stehen in der Tischlerei Gruber im Einklang mit perfektem Design und qualitativ hochwertiger Produktion.

Im Familienbetrieb Bernd Gruber GmbH in Stuhlfelden in Salzburg wird viel Wert auf Sicherheits- und Gesundheitsschutz gelegt. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Präventionsmaßnahmen eingeführt. Für die Anschaffung von mobilen, ergonomisch anpassbaren Arbeitstischen wurde der Betrieb im vergangenen Jahr im Rahmen der großen Gala von AUVA und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit einer Nominierung zur Goldenen Securitas 2023 in der Kategorie „Sicher und gesund arbeiten“ ausgezeichnet.

Arbeitstische: entlastend und mobil

Zur Vermeidung von zu hoher Belastung des Stütz- und Bewegungsapparates wurden ergonomisch und individuell anpassbare Arbeitstische und ein deckengeführtes Kransystem im Unternehmen angeschafft. Projektleiter Alois Steger ist auch für die Arbeitssicherheit im Betrieb zuständig und erklärt: „Die Tische lassen sich perfekt auf die Körpergröße der einzelnen Mitarbeitenden einstellen. Ziel ist es, körperliche Anstrengungen und damit verbundene Bandscheibenbelastungen, Haltungsschäden durch einseitige Belastung oder Rückenschmerzen zu reduzieren und nach Möglichkeit überhaupt zu vermeiden. Die Arbeitstische sind mit einem Rollensystem ausgestattet, sodass sie dort eingesetzt werden können, wo sie benötigt werden. Somit wird unnötiges Heben und Tragen von schweren Teilen minimiert und das trägt zum Schutz der körperlichen Gesundheit jedes:jeder einzelnen Mitarbeitenden bei.“

Darüber hinaus wurde in den Werkshallen ein deckengeführtes Kranbahnsystem installiert, das die Medienzuführung von oben ermöglicht. Sowohl die Versorgung mit Strom und Druckluft, als auch die Absaugung erfolgen von der Decke und sind auch räumlich nicht begrenzt. So ist gewährleistet, dass herumliegende Kabel von Handgeräten, herumstehende Staubsauger oder verwickelte Druckluftschläuche und damit potenzielle Stolperfallen weitgehend beseitigt wurden.

Reduktion von Lärm- und Staubbelastung

Beim Betreten der großen Werkshallen in Stuhlfelden fällt gleich die (fast) wohnliche Atmosphäre auf. Durch die räumliche Abtrennung lärmexponierter Arbeitsbereiche ist es hier für eine Tischlerei erstaunlich leise. Die großzügigen und lichtdurchfluteten Räume bieten ausreichend Platz für verschiedene Arbeitsbereiche und Manipulationen. Selten stehen architektonisch durchgestaltete Empfangsräume mit Büros, Pausenräumen, Garderoben und Werkstätten so im Einklang wie in diesem mittelständischen Betrieb. Ziel der Geschäftsführung ist es nicht nur, den Mitarbeitenden in den Planungsbüros, sondern auch den Arbeitnehmern:Arbeitnehmerinnen in der Tischlerei möglichst angenehme Arbeitsbedingungen zu bieten.

Jeder Arbeitsplatz ist mit einem Absaugsystem ausgestattet, um die täglichen Belastungen, vor allem das Einatmen von Holzstaub, zu minimieren und die Exposition gegenüber gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen zu reduzieren. Mit dieser Maßnahme konnte eine nahezu staubfreie Handwerkstatt und Endfertigung erzielt werden. Die Zufriedenheit der Belegschaft ist gestiegen, die Krankenstandstage sind rückläufig.

Die optimierten Arbeitsplätze sind individuell gestaltbar und die Mitarbeiter:innen ersparen sich auch das tägliche Vorbereiten und Wegräumen von Handgeräten. Die Abstände zwischen den einzelnen Maschinen sind groß und tragen zur Sicherheit im Betrieb bei. Die Bereiche zwischen den holzverarbeitenden Maschinen in der Werkstatt konnten durch ein farbliches Leitsystem markiert und somit klar abgegrenzt und mit viel freier Fläche ausgestattet werden. Die Bereiche Handwerkstatt und Endfertigung sind von der Maschinenhalle räumlich getrennt, um die lärmexponierten Arbeitsbereiche bestmöglich abzuschotten. Trotz aller getroffenen Maßnahmen ist das Tragen von Ge­hörschutz für alle Mitarbeiter:innen im Bereich der Maschinenhalle vorgeschrieben.

Firmengeschichte und -philosophie

Nachdem Bernd Gruber 1992 den bereits seit 30 Jahren bestehenden väterlichen Betrieb übernommen hatte, entwickelte er den traditionsreichen Familienbetrieb zu einem international renommierten Büro, das heute Projekte von Los Angeles bis Wien betreut und mit Unterstützung der hauseigenen Werkstatt qualitätsorientierte Entwürfe fertigt. „Gutes Design muss immer im Einklang mit einer qualitativ hochwertigen Produktion stehen. Jeder Schritt in der Produktion kann einer Qualitätskontrolle unterzogen werden. Wir haben das Glück, die besten Mitarbeitenden in unserer Werkstatt zu haben, die unsere Konzepte verstehen und in die Tat umsetzen können“, sagt Gruber.
Für den Tischlermeister steht das Wohl der Mitarbeiter:innen an oberster Stelle. Dies zeigt sich dadurch, dass nicht nur im Schauraum, in den Büros und Werkstätten auf ein gepflegtes Ambiente, sondern auch in den Garderoben und Pausenräumen der Belegschaft für ein angenehmes Raumgefühl gesorgt wird. Täglich frisch geliefertes Mittagessen aus regionaler Küche runden dieses Angebot ab, das wohlwollend von den Beschäftigten angenommen wird. (as)

Großraumbüro mit Fensterfront und offenen Schreibtischplätzen mit hellem Boden und schwarzen Schreibtischen mit Holzplatte. Mitarbeiter arbeiten an den Computern mit Plänen auf den Schreibtischen.
Lichtdurchflutete Räume sorgen für angenehme Arbeitsbedingungen.
© A. Seitz