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Lebenswertes Joanneum

Auch wenn in einem Museum die Vergangenheit viel Platz einnimmt, sollen die Arbeitsplätze und die Mitarbeiter bestens für die digitalen Zukunft gerüstet sein.

Das Universalmuseum Joanneum ist Österreichs ältestes und zweitgrößtes Museum. Aktuell umfassen 21 Sammlungen rund 4,9 Millionen Objekte an 13 Museumsstandorten, die von rund 500 Mitarbeitern den Besuchern zugänglich gemacht werden.

Termindruck, Arbeitsverdichtung, neue Arbeitszeitmodelle sowie die rasche Veränderung von Arbeitsprozessen waren ausschlaggebend dafür, dass sich das Team des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dem Projekt „Gesund in der digitalen Arbeitswelt. Chancen und Herausforderungen“ widmete. „Vor allem die tägliche Mailflut und zunehmend komplexer werdende Softwareprogramme haben zu einer deutlichen Belastung im Arbeitsalltag geführt. Die Schwerpunkte des Projektes wurden von jeder Zielgruppe in moderierten Auftaktveranstaltungen erarbeitet. Die am häufigsten genannten Punkte wurden vom Projektteam in den Maßnahmenkatalog eingearbeitet“, sagt Projektleiterin Mag. Barbara Lainerberger. Im Intranet wurde das Projekt laufend mit sensibilisierenden Beiträgen begleitet.

Kommunikationswege überdenken

Eine einfache und rasche Lösung konnte für den E-Mail-Verkehr gefunden werden. Die bereits vorhandenen E-Mail-Regeln wurden überarbeitet und im Intranet veröffentlicht.
Ein Workshop mit der Arbeitspsychologin zum Thema „Digitaler Stress“ zeigte positive, aber auch kritische Punkte rund um den digitalen Arbeitsplatz auf. Tipps und Tricks zum Erkennen erster Anzeichen von digitalem Stress sowie die Auswirkungen digitaler Medien auf die psychische Gesundheit wurden diskutiert.

Führungsverantwortliche erlernten in einem weiteren Workshop, der von einem auf digitale Medien spezialisierten Psychotherapeuten geleitet wurde, Strategien, wie ein „guter“ Workflow, Konzentration sowie Abgrenzung und Prioritätensetzen am Arbeitsplatz gelingen können.

Drei Arbeitsgruppen – je eine zu den unternehmensspezifischen Themen „Kostenverfolgung“, „Programm-Manager“, dem Veranstaltungsplaner, und „Formulare“ – setzten sich jeweils mit der Benutzerfreundlichkeit der einzelnen digitalen Werkzeuge auseinander.

Alle Mitarbeiter erhielten ein „Bitte nicht stören“-Schild, das im Bedarfsfall für konzentriertes Arbeiten sorgt. „Ich bin überzeugt, dass es uns sehr gut gelungen ist, zu den Belastungen unserer digitalen Arbeitswelt viel Sensibilisierungsarbeit zu leisten und gleichzeitig praktische Tipps und Tricks für den Arbeitsalltag zu vermitteln“, sagt Lainerberger und freut sich, dass die zunächst temporär geplanten Arbeitsgruppen weiterhin an ihren Themen arbeiten wollen.

Info & Kontakt

www.museum-joanneum.at

FGÖ-FÖRDERSCHWERPUNKTE „BGF IN DER ARBEITSWELT 4.0“

Antragssteller/inUnternehmen (gewinnorientiert oder ­gemein­nützig) österreichweit, vorrangig mit BGF-Gütesiegel
Projektlaufzeitzwischen 12 und 24 Monate
Einreichungjederzeit laufend möglich über FGÖ-Projektguide
Inhaltlicher Fokus zeitgemäße BGF-Ansätze in der Arbeitswelt 4.0 unter Aspekten der Digitalisierung, fairer Gesundheitschancen sowie Gesundheitskompetenz
Fördermöglichkeitmax. EUR 25.000,– pro antragstellendem Betrieb
Info & Kontakthttps://fgoe.org/nachhaltigkeitsprojekte_bgf

 

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Arbeiten im Museum hat nicht nur etwas Beschauliches. Die Digitalisierung kann auch hier Stressbelastungen verursachen.
© alphaspirit/AdobeStock