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Optimistisch bleiben!

Die aktuelle Studie People at Work 2021: A Global Workforce View untersucht die Einstellungen von Mitarbeitern zur aktuellen Arbeitswelt und was sie vom Arbeitsplatz der Zukunft erwarten.

Wenig überraschend ist das Ergebnis: Der Optimismus unter den Arbeitnehmern ist nach der Covid-19-Pandemie weltweit erschüttert, aber ihre Aussichten auf die Arbeitswelt in den kommenden Jahren sind nach wie vor weitgehend positiv. 86 Prozent der Befragten sehen optimistisch auf die kommenden fünf Jahre an ihrem Arbeitsplatz. Vor der Pandemie waren es noch 92 Prozent. Interessant scheint der Umstand, dass viele Arbeitnehmer glauben, dass sich Covid-19 eher positiv als negativ auf Themen wie Flexibilität und Entwicklungsmöglichkeiten in ihrem Arbeitsumfeld ausgewirkt hat.

Unterstützung der Mitarbeiter

Das ADP Research Institute befragte im Winter 2020 32.471 Arbeitnehmer in 17 Ländern weltweit. Die globalen Ergebnisse wurden so gewichtet, dass die Erwerbsbevölkerung für jedes Land repräsentiert werden kann. Kurzfristig zeigt die Studie auch, dass das Unbehagen in Bezug auf die finanzielle Sicherheit und die Jobsicherheit dominiert. Diese Befürchtungen sind verständlich, da fast zwei Drittel (64 Prozent) angeben, von Covid-19 beruflich betroffen zu sein. Fast jeder Vierte musste mit einer Lohnkürzung rechnen (23 Prozent), während bei einem ähnlich hohen Anteil (22 Prozent) die Arbeitszeit reduziert wurde. Die zuletzt in den Arbeitsmarkt eingetretene Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist beruflich am stärksten von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen (78 Prozent). Rund 39 Prozent gaben an, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren haben, beurlaubt oder vorübergehend freigestellt wurden. Die Generation Z war doppelt so häufig von diesen Auswirkungen betroffen wie Kollegen in der Altersgruppe 55+.

Viele Arbeitgeber sind über die psychologischen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Mitarbeiter besorgt. Zwei Drittel der Arbeitnehmer gaben jedoch an, von den Unternehmen Unterstützung zur Förderung der mentalen Gesundheit erhalten zu haben. Die Studie belegt auch, wie wichtig diese Unterstützung ist, da fast jede achte Arbeitskraft weltweit den Umgang mit Stress als größte Herausforderung während dieser Krise angibt. Am größten war der Anteil im Hinblick auf die Selbstfürsorge, um „gesund zu bleiben“.

Fokus auf Produktivität

Sechs von zehn Arbeitskräften geben an, dass ihr Unternehmen die Zeiterfassung und Anwesenheit jetzt genauer denn je überwacht. Gleichzeitig ist die unentgeltlich geleistete Arbeitszeit pro Person um fast zwei Stunden wöchentlich gestiegen. In Deutschland arbeiten Arbeitnehmer 6,98 unbezahlte Stunden pro Woche, im Vergleich zu 4,52 vor der Pandemie. Weltweit liegt die durchschnittliche Anzahl der pro Woche geleisteten Mehrarbeit bei 9,2 Stunden pro Person – gegenüber 7,3 Stunden vor der Pandemie.

Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten, ­schätzen, dass sie mit 9,4 Stunden pro Woche mehr unbezahlte Mehrarbeit leisten als diejenigen, die am gewohnten Arbeitsort die 8,7 Stunden angeben. Arbeitnehmer, die einen hybriden Ansatz verfolgen, also während der Woche zwischen Arbeitsstätte und Homeoffice wechseln, gaben an, dass sie mit 9,8 Stunden die meiste Mehrarbeit leisten.

Quelle: ADP® Research Institute, People at Work 2021: A Global Workforce View

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© metamorworks/iStock