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Para-Cycling in Paris: Die „Qual der Wahl“

Para-Cycling und rot-weiß-rote Erfolge bei den Para­lympischen Spielen? Mittlerweile ein Synonym. Seit den ­Paralympics 1992 in Barcelona (ESP) holten die österreichischen Para-­Radsportler:innen immer zumindest eine Medaille beim ­größten Para-Sportevent der Welt – eine Serie, die in Paris kein Ende finden soll.

Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Das heimische Para-Cycling-Team strotzt vor Tiefe, die Qualifikationsperiode steht für Cycling Austria im Zeichen der „Qual der Wahl“. Walter Ablinger, Thomas Frühwirth und Alexander Gritsch haben ihren Beitrag zur Medaillenserie bei den Paralympischen Spielen bereits geleistet und hoffen, die Jagd nach Edelmetall in der französischen Hauptstadt fortsetzen zu können. Franz-Josef Lässer präsentierte sich jüngst bei der Para-Cycling-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro (BRA) in Topform und konnte drei Medaillen mit nach Hause nehmen. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges: Viele weitere Para-Cycler:innen – unter anderen Wolfgang Steinbichler – hoffen auf die Paris-Qualifikation.

Auch bei den Damen gibt es einige Kandidatinnen auf die begehrten Startplätze – mit Svetlana Moshkovich stellt Österreich die derzeitige Gesamtweltcupsiegerin der letzten Weltcup-Saison. Spätestens am 16. August herrscht Klarheit über die Starter:innen für Paris, denn dann findet die Nominierungs-Pressekonferenz des Österreichischen Paralympischen Committees im Vienna Marriott Hotel statt.

Ablinger gibt Paris-Traum nicht auf

„Was macht Walter?“, hatte Walter Ablinger in den letzten Monaten immer wieder gefragt. Im Mai 2024 gab der 55-jährige Oberösterreicher die Antwort und beendete seine Karriere. „Meine Zeit ist vorbei, ich werde die Bühne verlassen“, so Ablinger. Das Vermächtnis des Ausnahme-Sportlers hat aber mehr zu bieten als Gold, Silber und Bronze: Im Jahr 2021 konnte er bei der Lotterien Sporthilfe-Gala die begehrte NIKI-Trophäe als Sportler des Jahres mit nach Hause nehmen. Dort steht der „NIKI“ allerdings schon länger nicht mehr. Um anderen verunfallten Menschen Hoffnung zu geben, hat der Oberösterreicher die Trophäe dem AUVA-Rehazentrum Häring gespendet. Außerdem gab es von jenem Mann, der seit einem Arbeitsunfall 1999 ­querschnittgelähmt ist, eine inspirierende Wortmeldung frei Haus: „Wir dürfen uns nicht nur auf uns selbst konzentrieren, sondern müssen einander Mut machen!“ (öpc)

oepc.at

Alle Infos zu Para-Cycling

  • Seit den Paralympics 1988in Seoul im Programm
  • Ursprünglich von sehbehinder­ten Sportlern:Sportlerinnen betrieben
  • Vier Disziplinen (Fahrrad, Handbike, Dreirad, Tandem)
  • Je niedriger die Zahl der Klasse, desto höher der Grad der Behinderung
Drei Männer in Sportanzügen sitzen lachend in Rollstühlen und halten mit geballten Siegerfäusten jeweils eine Medaille in die Kamera.
Österreichs Vorzeigesportler bei den Paralympics haben bereits viele Medaillen mit nach Hause gebracht: Alexander Gritsch, Thomas Frühwirth und Walter Ablinger
© ÖPC/Gepa-pictures