Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen Jump to sub navigation

Schmerzfrei und gelassen

Dauerhaft aufgestaute Emotionen und Fehlhaltungen können zu schmerzhaften Verspannungen führen.

Vor Kurzem hielt ich einen Vortrag zum Thema ‚Yoga gegen den Schmerz‘. Gleich zu Beginn stellte ich die Frage, wo im Körper die Zuhörer die stärksten Schmerzen verspüren. 98 Prozent der Teilnehmer klagten über Nacken-, Schulter-, Kiefer- und Kopfschmerzen. Da wurde es mir wieder bewusst: Solche Beschwerden sind keine Ausnahme, sie sind die Regel“, erzählt Patricia Römpke, Yogalehrerin und Buchautorin, und ergänzt: „Die Gründe, warum gerade diese Beschwerden so weit verbreitet sind, liegen auf der Hand. Der Druck, dem viele Menschen sowohl äußerlich als auch innerlich ausgesetzt sind, steigt ständig an.“ Dazu kommen für die meisten von uns täglich viele Stunden, die wir sitzend verbringen. Abhilfe kann nach Ansicht der Expertin gezielte Yogapraxis schaffen, ein bewusstes Mindset sowie die Mobilisierung der Atemhilfsmuskeln zwischen Schultern und Nacken. Dass sich diese Übungen einfach in den Alltag integrieren lassen, klingt verlockend. „Die Asanas, die Körperübungen, helfen, ein physiologisches Gleichgewicht im Körper herzustellen, Muskeln und Faszien zu entspannen, sodass sie wieder wie vorgesehen funktionieren und für uns arbeiten“, beschreibt Römpke. Der rote Faden, der sich durch die gesamte Yogapraxis zieht, ist die jahrhundertealte Technik der bewussten Atmung, die einen direkten Draht zu unserem Nervensystem hat. Eine tiefe und ruhige Atmung ist der effektivste Weg zum körperlichen und emotionalen Gleichgewicht und dabei ganz einfach.

Tipp 1: Wechselatmung

Nehmen Sie die rechte Hand und spreizen den Daumen, den Zeige- und den Mittelfinger. Mit dem Zeige- und dem Mittelfinger verschließen Sie nun das linke Nasenloch, sodass Sie durch das rechte Nasenloch einatmen können. Dann wechseln Sie und verschließen bei der Ausatmung mit dem Daumen das rechte Nasenloch. Wirkung: Entspannt und bewirkt einen Ausgleich zwischen den beiden Hirnhälften. Dadurch wird die Konzentration gefördert.

Tipp 2: Berghaltung

Stehen Sie aufrecht, machen Sie eine langen Hals, ziehen Sie die Schultern nach unten, den Beckenboden nach innen. Arme locker nach unten. Jetzt „wachsen“ Sie aus dem Stand in die Höhe – schieben Sie die Fußkanten und alle Zehenkuppen in den Boden. Stellen Sie sich vor Ihre Haarspitzen werden an die Decke gezogen. Behalten Sie die Position etwa zehn Atemzüge lang bei. Wirkung: Entspannt die Muskeln.

Tipp 3: Kuhkopf

(s. Abbildung 2)

Ausgangsstellung ist die Berghaltung. Nach etwa zehn Atemzügen verschränken Sie die Hände hinter dem Rücken zu einer Räuberleiter. Schieben Sie jetzt die Räuberleiter Richtung Boden, der Brustkorb öffnet sich nach oben. Bleiben Sie fünf Atemzüge lang in dieser Postion, dann richten Sie sich wieder auf. Wirkung: gegen steifes Genick.

03-PeopleImages_iStock-465399845.jpg
© PeopleImages/iStock
03-Pixel-Shot_AdobeStock_290672825.jpg
© Pixel-Shot/AdobeStock