Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen Jump to sub navigation

Studie „Zukunft der Arbeit“

Manche Klischees halten sich offenbar über Jahrzehnte – etwa die Behauptung „Frauen orientieren sich bei ihrer Berufswahl primär an Soft Facts, Männer ­entscheiden sich rational“.

Dieses Vorurteil über unterschiedliche Zugänge von weiblichen und männlichen Arbeitskräften zu ihren Karriereentscheidungen hält einem Faktencheck nicht stand, wie die Studie „Zukunft der Arbeit 2.0“ von Leitbetriebe Austria und zukunft.lehre.österreich. zeigt. Dazu wurden im Mai und im Juni 2022 1000 Online-Interviews mit in Österreich lebenden jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren durchgeführt. Zwar gibt es tatsächlich durchaus erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, doch entgegen der landläufigen Ansicht sind es die Frauen, die bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes systematischer und faktenorientierter vorgehen als Männer. Sie setzen sich mir den Vor- und Nachteilen eines Jobangebots gründlicher auseinander, sie achten deutlich mehr auf das Gehalt sowie geldwerte Sozialleistungen und sie gewichten Flexibilitätsthemen – Arbeitszeiteinteilung, Möglichkeit für Homeoffice, Viertagewoche – stärker. ­Männer hingegen achten mehr als Frauen auf weniger konkrete Kriterien wie das Unternehmensimage oder ob sie von einem Unternehmen aktiv angesprochen wurden.

Eine große Herausforderung für Unternehmen ist die ­generell gesunkene Bedeutung der Erwerbsarbeit im Wertesystem junger Menschen. Diese rangiert unter den wichtigen Lebensbereichen gerade noch auf Platz vier, nur knapp 77 Prozent der Befragten messen ihrem Beruf einen hohen Stellenwert bei. 

Download der Studie „Zukunft der Arbeit 2.0“ unter https://bit.ly/3wlYAWD

11-KPs-Photography-AdobeStock_325535635.jpg
© KPs Photography/AdobeStock