„Abenteuer Schulweg“

Die letzten 100 Meter des Schulweges sind für die Schulkinder der Volksschule Saalfelden Bahnhof im Land Salzburg ein echtes Abenteuer: Felsen und „Bärentritte“ müssen überwunden, das Gleichgewicht auf der Balkenwippe gehalten, eine Hangelbrücke

überquert werden. Und bald kann man auch auf „Mikado-Baumstämmen“ balancieren.

Das Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für gemeinsame Präventionsarbeit. Bilder © B. Witzmann

Ausgehend von der Frage: „Wie lenken wir die Kinder am Schulweg weg vom gefährlichen Schulparkplatz hin zur sicheren Fußweg-Allee und zur Wiese?“, wurde 2018 bei einer Verkehrssicherheitsaktion die Idee eines „bewegten Schulweges“ geboren. Über den Parkplatz ginge es zwar ein bisschen schneller, aber gerade zu den Bring- und Abholzeiten ist es dort auch aufgrund der „Elterntaxis“ unübersichtlich und gefährlich. Ein AUVA-Mitarbeiter von der Landesstelle Salzburg gab den Impuls und zwei Jahre später präsentiert die Volksschule den ersten Teilabschnitt ihres „Abenteuer Schulwegs“. Das schulübergreifende MINT-Projekt ist ein Vorzeigebeispiel, wie Präventionsarbeit in den Bereichen Verkehrssicherheit, Bewegungsförderung und Sicherheit beim Bau von Spielgeräten gelebt werden kann.

Gemeinsam mit der HTL Saalfelden bauten die Volksschulkinder Modelle nach dem Motto „Welches Abenteuer möchte ich am Schulweg erleben?“. In einem Abstimmungsprozess, bei dem Lehrkräfte, Schulkinder und Eltern beteiligt waren, wurden die „besten“ Modelle ausgewählt. Die darauffolgende Planungsphase war intensiv und maßgeblich für das gute Ergebnis. Fragen der Sicherheit, Umsetzbarkeit, „Weitergeh-Motivation“ wurden genauso diskutiert wie Themen des sozialen Lernens, beispielsweise die Hangelbrücke breit genug zu bauen, sodass mindestens zwei Kinder nebeneinander hangeln können.

Beim Bau der Geräte an der HTL Saalfelden war auch der Lehrbauhof einbezogen. Großes Lob für die Jugendlichen gab es vom TÜV bei der Abnahme der einzelnen Stationen: „Dass alle Sicherheitsstandards so perfekt umgesetzt und eingehalten werden, ist äußerst selten.“

Dieses Projekt wurde von der AUVA-Landesstelle Salzburg gefördert.

Informationen zu den Förderanträgen für Bildungseinrichtungen in Salzburg, Tirol und Vorarlberg (=LS Salzburg) unter:
SUV(at)auva.at