Auf Dominics Spuren

Tennis im Winter ist auf Hallen beschränkt, die andere Bedingungen mit sich bringen als im Freien. Daher bedarf die Ausrüstung einer guten Planung.

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Dominic Thiem, Österreichs derzeit erfolgreichster Tennisspieler auf internationalem Parkett, hat einen Tennis-Boom ausgelöst. Tennistrainer und -schulen verzeichnen Zuwächse, Hallenplätze für den Winter sind mancherorts schwer zu bekommen. Ein erfreulicher Trend, der eine breite Bevölkerungsschicht in Bewegung versetzt.

Rundum-Training

Während der Pandemie stellte sich Tennis als eine der Sportarten heraus, die am kompatibelsten mit den Corona-Maßnahmen sind, da Abstandsregeln problemlos eingehalten werden können. Selbst beim Doppelspiel kommen die Partner einander im Normalfall kaum zu nahe. Entsprechende Schutzmaßnahmen vor und nach dem Spiel mit Mund-Nasen-Schutz, Händewaschen und Abstandhalten sorgen für eine sehr geringe Ansteckungsgefahr.
Tennis ist ein schnelles, abwechslungsreiches Spiel, das Körper und Geist gleichermaßen fordert. Sehr gute Tennisspieler schlagen Bälle mit mehr als
200 km/h – entsprechend schnell muss der Gegner reagieren und sprinten. Eine gute Reaktion, Schnelligkeit, Kraft in den Armen, Ausdauer und ein gutes Ballgefühl gehören zu den Anforderungen des Sports. Dafür bedanken sich das Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, Knochen und Muskeln. Dennoch gilt es, auf mögliche Verletzungsrisiken zu achten und entsprechend vorzubeugen, denn Sehnen und Gelenke können überlastet werden. Auch eine Überforderung sollte verhindert werden.

Eine Frage des Bodenbelags

Zu den wichtigsten Methoden, um Verletzungen vorzubeugen, gehört die Ausrüstung: ein passender Schläger – für Anfänger am besten von Experten ausgewählt –, funktionelle Sportbekleidung und vor allem Schuhe, die für den Platzbelag geeignet sind und einen guten Grip aufweisen. Der Hallenbelag kann aus Sand, Granulat, Kunstrasen, Teppichboden oder hartem Kunststoff bestehen. Während das Rutschen auf Sand, Kunstrasen, Teppich und Granulat bei der Ballannahme abrupte Stopps verhindert und die Gelenke schont, ist das auf Hartplätzen nicht möglich, daher muss der Abstand zum Ball verkürzt werden. Je härter der Boden und weniger tief der Belag, desto schneller ist das Spiel. Andererseits bedingt Sand eine laufende Befeuchtung, was gerade im Winter den Organismus fordern kann. In der Halle hat es sich bewährt, nach dem Zwiebelschalenprinzip gekleidet zu sein, also wärmende Kleidung über kurzer für die kühle Anfangsphase und die Zeit nach dem Spiel. Wichtig ist außerdem, selbst bei niedrigen Temperaturen ausreichend, regelmäßig und rechtzeitig zu trinken – und zwar schon bevor der Durst spürbar ist.

Neben der Ausrüstung ist auch das richtige Aufwärmen essenziell. Gerade im Winter in kalten Tennishallen heißt es, aufzuwärmen und Gelenke zu mobilisieren, nicht zu früh alles zu geben, auf die Signale des Körpers zu achten und die wärmende Überkleidung nicht zu früh abzulegen. Am Ende des Spiels stehen Auslaufen, warm Duschen und Umziehen verschwitzter Kleidung auf dem Plan. Mit der passenden Vorbeugung steht dem Spielvergnügen auch im Winter in der Halle nichts im Wege.

Richtiges Auf- und Abwärmen

Entwickeln Sie Ihre persönliche Routine für den Start und das Ende jedes Trainings. Fangen Sie zum Beispiel mit eine paar Sidesteps an der Seitenlinie oder lockerem Laufen um den Platz an. Auch Hampelmannsprünge sind nach wie vor bewährte Aufwärmübungen für den Körper.
Für ein „Cool Down“ am Ende sollte immer Zeit sein. Das verringert unangenehmen Muskelkater und ist wichtig für das Herz-Kreislauf-System.