Ein (Berufs-)Leben für die Verkehrserziehung

Der aktuelle Alle!Achtung!-Award geht an Walter Stern, Leiter Verkehrserziehung der ÖAMTC Fahrtechnik, der sich über drei Jahrzehnte die Sicherheit der Kinder im Straßen­verkehr zur Aufgabe gemacht hat.

Walter Stern (2. v. l.) erhielt den ALLE!ACHTUNG!-Award von Mag. Alexander Bernart (3. v. l.) im Beisein von ÖAMTC-Direktor DI Oliver Schmerold (links) und Ing. Bernd Toplak, stv. Abteilungsleiter des Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien (rechts). © R. Reichhart

Kaum eine Volksschule in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten und Vorarlberg, die er nicht besucht hat. Kaum ein Kind, das in den vergangenen 32 Jahren nicht an einem der von ihm organisierten Verkehrserziehungsprogramme teilgenommen hat. Kaum ein Tag, an dem er nicht im Auftrag der Verkehrserziehung unterwegs ist: Walter Stern, Leiter des Bereichs Verkehrserziehung bei ÖAMTC Fahrtechnik. Nach 33 Jahren, in denen er sich voll und ganz der Verkehrserziehung verschrieben hat, steht jetzt ein neuer Lebensabschnitt vor der Tür. Mit Jahreswechsel 2021 tritt Walter Stern den wohlverdienten Ruhestand an. Als Dank für sein jahrelanges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr verlieh die AUVA dem 64-Jährigen nun den Alle!Achtung!-Award.

Eine tragende Säule

Für die Kooperation zwischen AUVA und ÖAMTC ist Walter Stern eine tragende Säule. Seit Beginn sorgt er dafür, dass über die gemeinsamen Verkehrserziehungsprogramme mittlerweile rund drei Millionen Kinder über die Bedeutung der sicheren Teilnahme am Straßenverkehr Bescheid wissen. Für die AUVA, bei der Kindergartenkinder im verpflichtenden Kindergartenjahr sowie Schüler aller Altersklassen beitragsfrei versichert sind, haben die Themen Schulwegsicherheit und Verkehrserziehung einen besonderen Stellenwert. „Unter dem Motto ,Prävention. Unsere gemeinsame Aufgabe.‘ versuchen wir, mit unseren Partnern die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen während der Ausbildung zu erhöhen. Mit Walter Stern haben wir einen zuverlässigen, geradlinigen und sorgsamen Partner, dem dieses Anliegen nicht nur beruflich, sondern auch persönlich am Herzen liegt. Dass er (für) die Verkehrserziehung lebt, merkt jeder, der mit ihm zu tun hat“, so die lobenden Worte von AUVA-Generaldirektor Mag. Alexander Bernart.

Walter Stern kann mit Stolz auf eine Ära zurückblicken, in der er wesentlich dazu beigetragen hat, dass den Kindern durch eine Mischung aus Informationen und praktischen Übungen die Gefahrenquellen des Straßenverkehrs wirksam vor Augen geführt und ihr Bewusstsein zur Vermeidung von Unfällen geschärft werden konnte. Viele der ehemaligen Teilnehmer sind heute erwachsen, können sich aber noch gut an ihre eigene Teilnahme an den Verkehrssicherheitsaktionen von AUVA und ÖAMTC erinnern. Woran das liegt? „Lernen durch Erleben lautet das Geheimnis, warum das Erlernte und Erlebte den Schülern bis in ihr Erwachsenenalter in Erinnerung bleibt“, so Walter Stern. „Es war immer mein Anliegen, den Kinder die Inhalte so zu vermitteln, dass sie diese auch wirklich verstehen und behalten. Denn Verkehrserziehung leistet als Präventionsmaßnahme einen wichtigen Beitrag, um Unfälle zu vermeiden und Familien das dadurch ausgelöste Leid zu ersparen.“

Wie alles begann …

Nach einer Teilnahme am Volvo Cup, einem Fahrgeschicklichkeitsbewerb, der in Teesdorf ausgetragen wurde, wurde ihm 1988 der Job eines „Hallo Auto“-Instruktors angeboten. Nach wochenlanger Einschulung durfte der gebürtige Waldviertler noch im selben Jahr dann erstmals selbst eine Klasse unterrichten. „Ein großartiges Erlebnis“, erinnert sich Walter Stern an die Anfangszeiten seiner Karriere zurück. In den folgenden Jahren als aktiver Instruktor für die Aktionen Blick und Klick (1. und 2. Schulstufe), Hallo Auto (3. und 4. Schulstufe), Top Rider (5.-8. Schulstufe) und Club PS (14-18-jährige Jugendliche) schulte er Schüler aller Altersgruppen. Fast zwei Jahrzehnte lang übte er die Funktion des Instruktors aus, bevor er im Jänner 2007 die Leitung der Abteilung Verkehrserziehung übernahm. Unter seiner Leitung kam 2014 dann noch die AUVA-ÖAMTC-Kooperation „Das kleine Straßen 1x1“ für Kindergartenkinder im letzten Kindergartenjahr dazu.

Seit er die Leitung übernommen hat, ist er nicht nur für „seine“ Instruktoren verantwortlich, deren Ausbildung und Betreuung ihm ein wichtiges Anliegen sind, sondern sorgt vor allem auch für die Organisation und den reibungslosen Ablauf sämtlicher Verkehrserziehungsprogramme, damit mö­­glichst viele Kinder innerhalb eines Schuljahres an den Verkehrserziehungsaktionen teilnehmen können. In seiner langen Laufbahn gab es kaum Schulen, mit denen er keinen Kontakt hatte. Die meisten Direktoren kennen ihn und haben seine Nummer eingespeichert, denn die beliebten Verkehrserziehungsprogramme sind für viele Pädagogen mittlerweile zu einem Fixpunkt des Schuljahres geworden. Der Erfolg der Verkehrserziehungsprogramme hängt ganz stark mit der Person Walter Stern zusammen. Auch wenn es unmöglich scheint, versucht er alles, um auch den kleinsten Schulen mit geringer Schüleranzahl die Teilnahme an den Aktionen zu ermöglichen. Denn sein Anliegen ist es, möglichst viele Kinder in den Genuss einer Verkehrserziehungsaktion kommen zu lassen – damit sie immer unfallfrei zur Schule und wieder nach Hause kommen können. (akds)

Alle!Achtung! Mit diesem Award holt die AUVA Persönlichkeiten, Unternehmen oder ­Schulen vor den Vor­­hang, die besondere Akzente auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz setzen.
Bewerben auch Sie sich unter alle-achtung(at)auva.at