Sicherheit am Berg

Im Vorjahr wurden in Österreichs Bergen 11.990 Personen tot, verletzt oder unverletzt geborgen. Der Anteil der Bergungen von Unverletzten hat laut Kuratorium für alpine Sicherheit in den letzten zehn Jahren stark zugenommen.

Die Naturfreunde haben ein Notfallpaket geschnürt, bestehend aus einem 2-Mann-Biwaksack, einer Notfall-Stirnlampe und allen wichtigen Bestandteilen für eine Erstversorgung im alpinen Gelände. © Naturfreunde Österreich

Rund ein Drittel aller Notrufe betraf Personen die unverletzt waren. „Ein Großteil dieser rund 4.000 Personen kam mit hoher Wahrscheinlichkeit durch unzureichende Tourenplanung in alpine Notlagen“, schätzt Martin Edlinger, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, Alpinsachverständiger und Leiter des Bergsportreferates der Naturfreunde Österreich.

Ausbildung fördert Prävention

„Die Naturfreunde Österreich übernehmen als alpiner Verein zum Thema Sicherheit auf den Bergen Verantwortung, als Instrument dient die Naturfreunde-Akademie, in der über 9.000 Funktionäre aus- und fortgebildet werden“, so Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich.  Ausbildungszentren gibt es in ganz Österreich.

Gut gerüstet für Notfälle

Kommt man doch in eine alpine Notlage, darf die dementsprechende Notfallausrüstung nicht fehlen. Ein Notfallpaket, das aus einem 2-Mann-Biwaksack, einer Notfall-Stirnlampe und allen wichtigen Bestandteilen für eine Erstversorgung im alpinen Gelände besteht, passt in jeden Berg- und Wanderrucksack. Es wird 2020 an Übungsleiter und Instruktoren der Naturfreunde Österreich ausgegeben, die im Bergsport aktiv sind. Im Falle eines Unfalles sind die Kameradenrettung und das richtige Verwenden der Notfallausrüstung unumgänglich. Der Umgang mit der Ausrüstung sollte regelmäßig trainiert werden, um effektive Erstrettung zu gewährleisten.