Springen Sie sich in Form

Die Faszination Trampolinspringen ist nicht nur bei Kindern zu spüren: Auch Erwachsene schätzen es, die Schwerkraft zu überwinden und den Nervenkitzel des freien Falls zu erleben. Jeder Sprung bringt uns den Traum vom Fliegen ein bisschen näher.

© jEdNurg/AdobeStock

Laut einer Studie der NASA wirken zehn Minuten Trampolintraining wie eine halbe Stunde Joggen. Durch die instabile Sprungmatte werden Zellen und Muskelfasern im gesamten Körper in Schwingung versetzt. Das kräftigt nicht nur Knochen und Muskeln selbst, sondern strafft auch gleich das Bindegewebe und regt zudem den Stoffwechsel an. Das Herz-Kreislauf-System wird durch regelmäßiges Schwingen stimuliert und das Immun- und Lymphsystem sowie die Organfunktionen gestärkt.

Tipps, um Verletzungen vorzubeugen

„Trotz aller positiver Effekte, ein Trampolin ist und bleibt ein Sportgerät“, betonen die Wiener Unfallchirurginnen Dr. Stella Prosquill und Dr. Sabine Streubel. Nach Angaben der Ärztinnen ist gerade im Sommer Trampolinspringen bei Kindern unter zwölf Jahren eine der häufigsten Verletzungsursachen. Mit viel Glück sind es nur Prellungen von Unterschenkeln und Zerrungen der Sprunggelenke beziehungsweise Bauch- und Brustkorbprellungen sowie Gehirnerschütterungen mit oder ohne Platzwunden am Kopf. „Leider kommen auch viele Kinder mit schweren Gelenkfrakturen. Wir sehen hier vor allem Brüche im Bereich der Oberarme, Ellbogen, Handgelenke, Unterarme sowie Brüche im Bereich der Unterschenkel und Sprunggelenke.“ Damit es nicht so weit kommt, haben Prosquill und Streubel Tipps zusammengefasst, worauf man bei Trampolinspringen achten sollte:

  • Es gibt kein unteres Alterslimit beim Trampolinspringen. Dennoch lautet die Devise: Wer Hilfe braucht, um auf das Trampolin zu kommen, hat auf dem Gerät nichts zu suchen, das gilt beispielsweise auch für Kinder unter sechs Jahren.
  • Zu Beginn ist eine Phase der „Gewöhnung ans Gerät“ empfehlenswert, so wie beim Erlernen jeder Sportart, etwa durch einfache Spiele auch ohne Springen.
  • Vor dem Trampolinspringen darauf achten, dass ein Sicherheitsnetz um das Trampolin gespannt und gut verankert ist.
  • Das Trampolin regelmäßig auf Schäden kontrollieren. Die Polsterung muss an den Seiten intakt sein, damit man beim Springen nicht zwischen die Federn gerät.
  • Schuhe vor dem Betreten des Trampolins ausziehen.
  • Nach Möglichkeit sollte immer nur ein Kind auf dem Trampolin springen. Sind mehrere Kinder auf dem Trampolin gilt es Rücksicht zu nehmen!
  • Möglichst mittig auf dem Trampolin springen.
  • Eingangsbereich zum Trampolin immer gut verschließen.
  • Spielzeug, Getränke oder Lebensmittel sollten auf dem Trampolin tabu sein.

Info & Kontakt:
www.arthrowaves.at

Gesundheitliche Aspekte des Trampolinspringens

  • Muskeltraining: Durch die instabile Sprungmatte werden auch die kleinen und willkürlichen Muskeln permanent gefordert, um das Gewicht auszubalancieren.
  • Fettverbrennung: Die Muskelaktivität führt zu einem Zellwachstum und das zu vermehrter Sauerstoffaufnahme. Sie regt ausserdem Stoffwechsel und Fettverbrennung an.
  • Koordinationstraining: Mit den passenden Übungen trainiert Trampolinspringen Kraft, Gleichgewicht, Körperstabilität, Flexibilität und koordinativ-motorische Fähigkeiten. Bei Beachtung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen ist das Training damit gerade auch für ältere Menschen sinnvoll. Gelenke und Knochen werden durch die schwingende Unterlage geschont. So gibt es etwa eigene Übungsprogramme für Arthritis-Patienten.