Tipps für Eltern: Mit Scooter und Roller sicher zur Schule

So macht der Schulweg Spaß und ist dazu noch gesund: mit eigenem Muskelantrieb, in der frischen Luft und selbst­bestimmt. Tretroller und Scooter machen es möglich!

Scooter-Parkplatz vor der Schule. © J. Wölfl

Immer häufiger werden Tretroller oder Scooter von Kindern für den Schulweg genutzt – ein Umstand, dem schon viele Schulen mit eigenen Abstellvorrichtungen und „Parkplätzen“ vor dem Schulgebäude Rechnung tragen. Tipps, worauf Eltern achten sollen:

Alterslimit. Tretroller und Scooter ohne Elektroantrieb dürfen seit April 2019 ab einem Alter von acht Jahren alleine im Straßenverkehr genutzt werden. Jüngere Kinder müssen von einer Begleitperson von zumindest 16 Jahren beaufsichtigt werden.

Wo darf gefahren werden, wo nicht? Gefahren werden darf auf Gehsteigen und Gehwegen, in Fußgängerzonen sowie in Wohn- und Spielstraßen. Das Fahren auf Radwegen oder Fahrbahnen ist nicht erlaubt.

Rücksichtnahme auf Fußgänger. Die rollenden Kids teilen sich den Gehweg mit den Fußgängern. Es gilt Schrittgeschwindigkeit, wenn Fußgänger in der Nähe sind. Aufmerksames Fahren und angepasstes Tempo sind wichtig. Kinder sollten nicht zu knapp an Fußgängern vorbeifahren. Je mehr Fußgänger unterwegs sind, desto langsamer ist zu fahren.

Queren der Fahrbahn. Unmittelbar vor Herannahen eines Fahrzeuges und für den Lenker überraschend darf die Fahrbahn nicht überquert werden. Kinder unterschätzen oft die Geschwindigkeit, die sie mit einem Tretroller erzielen können. Vor einer Fahrbahnquerung müssen sie jedenfalls vor dem Gehsteigrand rechtzeitig zum Stillstand kommen. So kann sich das Kind gut auf das weitere Verkehrsgeschehen und das richtige Verhalten bei der Überquerung konzentrieren.

Sinnvolle (Schutz-) Ausrüstung. Eine verpflichtende gesetzliche Regelung für das Tragen von Helmen beim Tretrollerfahren gibt es nicht. Dennoch werden sie von der AUVA empfohlen, da diese bei Stürzen die Gefahr von Verletzungen reduzieren. Eltern sollten auf den richtigen Sitz des Helmes achten.
Insbesondere bei schlechter Straßenbeleuchtung oder in der dunklen Jahreszeit ist es unerlässlich, gut sichtbar zu sein. Reflektierende Materialien an Kleidung, Schultasche oder am Roller sowie das Tragen von Warnwesten erhöhen die Sichtbarkeit der rollerfahrenden Kinder enorm.

Fahrzeugbeherrschung. Bevor der Weg alleine in die Schule angetreten wird, sollten Kinder den Tretroller gut beherrschen. Das Trainieren von Abstopp- und Ausweichtechniken sowie Kurvenfahren ist dabei sehr hilfreich und kann Sturzunfälle vermeiden helfen. Größere Rollen und Reifen erhöhen die Fahrsicherheit.

Verkehrstraining ist wichtig. Damit Kinder sicher in die Schule und nach Hause kommen ist ein Schulwegtraining unerlässlich. Egal ob diese zu Fuß oder mit dem Roller unterwegs sind, sollten Eltern den Schulweg rechtzeitig planen, ihre Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren und Herausforderungen wie z. B. das richtige Überqueren von Fahrbahnen regelmäßig üben.