Ohne Anstrengung und trotzdem schnell in die Arbeit kommen: mit dem E-Scooter kein Problem. Doch die neuen Fortbewegungsmittel haben auch ihre Tücken. Und viele Lenker:innen sind sowohl mit den fahrspezifischen Eigenschaften als auch mit den verkehrsrechtlichen Bestimmungen von E-Scootern nicht ausreichend vertraut. Schwere Unfälle auf dem Weg zur und in der Arbeit können die Folge sein.
Innerbetrieblicher Verkehr
Obwohl die AUVA in den letzten Jahren einen Rückgang bei den Arbeitsunfällen verzeichnen konnte, blieb der Anteil der Verkehrsunfälle nahezu gleich hoch. (Quelle: AUVA, sichereswissen.info/komm-gut-an-unfallursachen). Dazu trägt unter anderem die verstärkte Nutzung neuer Mobilitätsformen wie E-Bikes oder E-Scooter bei. Ein Blick auf die gefährdetsten Personengruppen im innerbetrieblichen Verkehr zeigt, dass es sich dabei vor allem um Fußgänger:innen, Scooter- und Radfahrer:innen sowie Staplerfahrer:innen handelt.
Im Rahmen des Schwerpunkts „Komm gut an!“ (2022 – 2024) fokussiert sich ein großer Teil der Präventionsarbeit der AUVA auf das Thema Verkehrssicherheit sowohl im Straßenverkehr als auch im innerbetrieblichen Verkehr. Ziel ist es, auch hier die zu hohen Unfallzahlen zu senken.
Workshop mit Theorie und Praxis
Eine dieser Aktionen ist der Workshop „Sicher am E-Scooter im Betrieb und am Arbeitsweg“. Der AUVA-Workshop behandelt unter anderem straßenverkehrsrechtliche Belange wie Ausstattung des E-Scooters, Straßenverkehrsregelung oder empfohlene Schutzausrüstung und ermöglicht praktische Übungen auf dem E-Scooter wie etwa das sichere Starten, das richtige Bremsen, Kurvenfahren und Abbiegen. Nach Absolvieren des Workshops sollen die Teilnehmer:innen sicherer auf ihren E-Scootern unterwegs sein und umfassend über die straßenverkehrsrechtlichen Bedingungen Bescheid wissen. Ein weiteres Ziel ist es, Arbeits- und Wegunfälle nachhaltig zu reduzieren. Der Workshop wird vorrangig mit eigenen E-Scootern absolviert. Die maximale Teilnehmer:innen-Anzahl ist 15 Personen.
Am Flughafen Wien sind E-Scooter ein beliebtes Fortbewegungsmittel für Mitarbeiter:innen. Seit Mai 2023 wurden dort bereits zehn Workshops mit insgesamt 94 Teilnehmern:Teilnehmerinnen abgehalten. Durchgeführt wurden die Workshops von der „Easy Drivers / Radfahrschule“ im Auftrag der AUVA. Als Belohnung für die Teilnahme gab es vom Arbeitgeber einen neuen Helm. Die Teilnehmer:innen waren mit großer Begeisterung bei der Sache und schätzten neben den theoretischen Lehreinheiten vor allem die praktischen Übungen, die insbesondere dazu beitragen sollen, Unfälle im betrieblichen Verkehr am Flughafen Wien zu verhindern. (ml)




