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Berufskrankheiten: Wenn die Arbeit auf die Lunge schlägt

Stäube, Dämpfe, Gase und andere Schadstoffe am Arbeitsplatz können schwere Erkrankungen der Atemwege und der Lunge verursachen – von Asthma und COPD bis hin zu Krebs. Viele Beschwerden entwickeln sich schleichend und werden erst spät erkannt.

Berufsbedingte Lungenerkrankun­gen umfassen verschiedene Krankheitsbilder. Dazu gehören Erkrankungen wie das allergische Asthma, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungengerüsterkrankungen wie die Pneumokoniosen, die zum Beispiel durch Asbest- oder Quarzstaub verursacht werden können, sowie Krebserkrankungen der Lunge und des Brustfells.

Ursache ist das Einatmen verschiedener Arbeitsstoffe in Form von Stäuben, Dämpfen, Aerosolen oder Gasen. Dazu gehören allergieauslösende, reizende, giftige und krebserzeugende Stoffe. Trotz des seit Jahrzehnten bestehenden Asbestverbots treten noch immer viele asbestbedingte Krebserkrankungen auf. Der Grund ist, dass zwischen der Asbestbelastung und dem Ausbruch der Erkrankung oft mehrere Jahrzehnte liegen.

Die Bezeichnungen von Berufskrankheiten richten sich oft nach dem verursachenden Arbeitsstoff und nicht nach der Erkrankung:

  • Obstruktive Atemwegserkrankungen sind Erkrankungen, bei denen die Atemwege verengt sind und das Ausatmen erschwert wird. Betroffene leiden häufig unter Husten, Atemnot und pfeifender Atmung. Zu den wichtigsten berufsbedingten Formen gehören das allergische Asthma (BK 1.6), das durch allergieauslösende Stoffe am Arbeitsplatz entstehen kann, sowie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung  (BK 1.7), die durch reizende oder schädliche Stoffe verursacht werden kann.
  • Interstitielle Lungenerkrankungen betreffen vor allem das Lungengewebe und die Lungenbläschen. Sie entstehen meist durch das jahrelange Einatmen von Stäuben oder anderen Stoffen am Arbeitsplatz. Dadurch kann es zu Entzündungen und Vernarbungen der Lunge kommen, was die Atmung dauerhaft erschwert. Zu den wichtigsten berufsbedingten interstitiellen Lungenerkrankungen zählen die Quarzstaublunge (BK 1.1), die Asbeststaublunge (BK 1.3) sowie die exogen-allergische Alveolitis (BK 1.8), eine allergische Entzündung der Lungenbläschen. 
  • Krebserkrankungen der Lunge: Dazu zählen vor allem asbestbedingte Tumorerkrankungen wie das Mesotheliom des Rippenfells (BK 7.1.1) und Lungenkrebs (Bronchialkarzinom, BK 7.1.2). 
  • Infektionen der Lunge: Beruflich bedingte Lungeninfektionen können entstehen, wenn am Arbeitsplatz Krankheitserreger eingeatmet werden, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Wichtige Erreger sind jene der Tuberkulose sowie Grippeviren. Während der COVID-19-Pandemie gehörte das Coronavirus zu den häufigsten Ursachen beruflich erworbener Atemwegsinfektionen. (go) 

 In den folgenden Ausgaben des Magazins 
ALLE!ACHTUNG! werden die häufigsten ­Berufskrankheiten (lt. Berufskrankheiten-Moderni­sierungs-Gesetz [BGBl. I Nr. 18 / 2024]) beschrieben und erklärt. Weitere Infos zu Berufskrankheiten finden Sie unter:
auva.at/auva-ihre-leistungen/leistungen-auf-einen-blick/versicherungsschutz/berufskrankheiten
auva.at/blog/schlagwort?keyword=Arbeitsmedizin%2C%20Berufskrankheiten

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