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ESENER Seminar 2025: Neue Arbeitsrisiken im Fokus

Wird der Einfluss digitaler Technologien auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz von den Verantwortlichen im Betrieb wahrgenommen?

Unter anderem über diese Frage diskutierten kürzlich Vertreter:innen der AUVA, des Arbeitsinspektorats, des Sozialministeriums sowie der Sozialpartner beim ESENER Seminar 2025 im Future Health Lab im Sonnwendviertel in Wien. Geladen hatten AUVA und Sozialministerium.

Anstoß für die Veranstaltung waren die Österreich-Ergebnisse aus der 4. Europäischen Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER) der EU-OSHA. In der europaweiten Erhebung werden alle 5 Jahre mehr als 40.000 Unternehmen zum Umgang mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken in Arbeitsstätten befragt. Größter Risikofaktor am Arbeitsplatz stellt langes Sitzen dar – in Österreich wie europaweit.

Im Auftrag der AUVA wurden den teilnehmenden Unternehmen aus Österreich drei zusätzliche Fragen zum Einsatz digitaler Technologien gestellt. Im Future Lab wurde über die Ergebnisse der Studie lebhaft diskutiert. Fazit von AUVA-Arbeitssoziologin Dr.in Marie Jelenko: „Das Thema Digitalisierung gewinnt im Bereich des Arbeitnehmer:innenschutzes zunehmend an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle ESENER-Befragung für Österreich deutlich: Waren es 2019 noch 18 % der Unternehmen, die die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten diskutiert haben, sind es 2024 bereits 35 %. Eine rasante Entwicklung, die es weiter zu fördern gilt!“ Mit der aktuell laufenden Kampagne „Gemeinsam sicher digital“ versucht die AUVA zu sensibilisieren. (mn)

Mehr Informationen zu den Ergebnissen der ESENER-Studie 2024 finden Sie hier: osha.europa.eu/de/facts-and-figures/esener

Säulendiagramm: Die am häufigsten genannten Risikofaktoren an österreichischen bzw. europäischen Arbeitsplätzen laut ESENER-Studie 2024
Quelle: EU-OSHA, ESENER 2024