Erkrankungen der Atemwege verursachten 2025 43,3 Prozent aller Krankenstandsfälle. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (sogenannte MSB-Erkrankungen) machten 11,3 Prozent der Fälle, aber 19,1 Prozent aller Krankenstandstage aus. Psychische Erkrankungen standen zwar nur für 2,9 Prozent der Fälle, verursachten aufgrund ihrer langen Dauer jedoch 11,8 Prozent der Fehltage. Auffällig ist der Anstieg kurzer Krankenstände: Knapp 45 Prozent aller Fälle dauerten weniger als vier Tage, verursachten aber nur rund zehn Prozent der Krankenstandstage. Frauen verzeichneten mit durchschnittlich 15,5 Fehltagen knapp zehn Prozent mehr Krankenstandstage als Männer (14,1 Tage). Mit zunehmendem Alter steigen Häufigkeit und Dauer der Ausfälle deutlich. Ein Schwerpunkt des Reports sind MSB-Erkrankungen. 2025 waren rund 445.600 Beschäftigte betroffen. Sie fehlten durchschnittlich 33,4 Tage und damit deutlich länger als Personen mit anderen Diagnosen (19,3 Tage). Die direkten Krankenstandskosten liegen für das Jahr 2024 vor und beliefen sich auf rund sechs Milliarden Euro. Einschließlich Wertschöpfungsverlusten könnten die gesamtwirtschaftlichen Kosten bis zu 8,8 Milliarden Euro betragen. Das WIFO sieht daher vor allem bei Prävention und Rehabilitation Handlungsbedarf. (da)



