Im pflegerischen Kontext geht es in der Kinästhetik um die Förderung der Bewegungskompetenz und damit der Gesundheitsentwicklung, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität von Patienten:Patientinnen sowie Pflegepersonen. Die Pflegenden sollen befähigt werden, einerseits pflegebedürftige Menschen in ihren Alltagsbewegungen so zu unterstützen, dass sie dabei ihre Bewegungskompetenz entwickeln können und andererseits sich dabei körperlich nicht zu überlasten. Um dies zu erreichen, wird eine hohe Kinästhetikkompetenz benötigt. Interne Trainer:innen und Peer-Tutoren: Tutorinnen werden eingesetzt, um die Pflegepersonen in der Entwicklung der Kinästhetikkompetenz zu fördern und das Lernen in den Kursen sowie im Pflegealltag zu unterstützen.
Die AUVA hat sich als erste Institution europaweit entschlossen, für ihre elf Einrichtungen das Gütesiegel in Kinästhetik im Pflegebereich zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Lernprozesse, Lernkultur, Führungskompetenz, Kinästhetikkompetenz, strukturelle Einbindung sowie den Kinästhetik-Bildungsstand gelegt. Mitarbeitende und Führungskräfte sind eingebunden, um den Entwicklungsprozess aktiv mitzugestalten und die Lernkultur zu fördern. Ziel ist es, eine nachhaltige Umsetzung von Kinästhetik im Pflegealltag zu erreichen. (aa/rh)





