Seit mittlerweile zehn Jahren vermittelt die Aktion „Meine Busschule“ Volksschulkindern sicheres Verhalten im Bus und an der Haltestelle.
Das Bustraining der AUVA und des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) hat sich zu einem wichtigen Baustein der schulischen Verkehrserziehung entwickelt: Seit dem Start im Jahr 2016 wurden österreichweit rund 1.000 Trainings durchgeführt und etwa 40.000 Kinder praxisnah geschult.
Obwohl der Schulbus zu den sichersten Verkehrsmitteln zählt, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Laut Statistik Austria ereignen sich zwar nur rund zehn Prozent der Schulwegunfälle von Kindern im Schulbus und im Bereich von Haltestellen. Die Folgen solcher Unfälle können jedoch schwerwiegend sein. Unfallmeldungen an die AUVA zeigen, dass Gefährdungen besonders häufig beim Warten an der Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen, während der Fahrt oder beim Einfahren des Busses auftreten. Besonders riskant sind Situationen, in denen Kinder unmittelbar vor oder hinter dem Bus die Fahrbahn queren. Durch die eingeschränkte Sicht werden sie von herannahenden Fahrzeuglenkern:-lenkerinnen oft zu spät erkannt. Genau hier setzt „Meine Busschule“ an: Ziel ist es, Kinder für typische Gefahren zu sensibilisieren und ihnen sicheres Verhalten am Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermitteln.
Lernen, wo die Risiken tatsächlich entstehen
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Aktion ist ihr hoher Praxisbezug. Die Trainings finden direkt an der Schulbushaltestelle und mit dem Bus statt, den die Kinder täglich nutzen. So lernen sie in ihrer vertrauten Umgebung, worauf es für ihre Sicherheit ankommt – vom ausreichenden Abstand zum einfahrenden Bus über das geordnete sowie sichere Ein- und Aussteigen bis hin zum korrekten Verhalten während der Fahrt und beim Überqueren der Fahrbahn.
Anschauliche Demonstrationen machen mögliche Gefahren erlebbar. Besonders eindrucksvoll sind Bremsproben während einer Busfahrt oder Dummy-Vorführungen im Haltestellenbereich, die verdeutlichen, welche Folgen unachtsames Verhalten haben kann.
Gemeinsamer Einsatz für mehr Sicherheit
Unterstützt wird die Initiative von regionalen Busunternehmen, die Fahrzeuge und Personal für die Trainings zur Verfügung stellen. Dadurch entstehen realitätsnahe Übungssituationen, häufig sogar gemeinsam mit jenem:jener Busfahrer:in, die die Kinder auch im Schulalltag begleitet. Das schafft Vertrauen, fördert die Kommunikation und baut mögliche Hemmschwellen ab.
Ergänzt werden die praktischen Übungen durch spielerische Workshops und die gemeinsame Erarbeitung von Verhaltensregeln im Klassenverband. So wird das Gelernte nachhaltig verankert – und die jungen Fahrgäste sind bestens darauf vorbereitet, ihren Schulweg sicher zu meistern. (jw)
Weitere Infos und Medien zum Thema
Aktionen und Angebote für Kindergärten, Schulen und Hochschulen
auva.at/praevention/sicher-lernen/aktionen
Sicher im Bus und an der Haltestelle
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