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Kinder & Jugendliche: Räume öffnen, Perspektiven erweitern

Berufliche Zukunft beginnt selten mit klaren Entscheidungen. Oft entsteht sie in Begegnungen, im Zuhören, im Erleben von Möglich­keiten. Genau dort setzte der AUVA-Töchtertag 2026 an: als Einladung, sich selbst in neuen Rollen zu denken.

Erstmals beteiligte sich die AUVA am Wiener Töchtertag und öffnete dafür nicht nur ihre Türen, sondern auch den Dialograum. 14 junge Teilnehmerinnen im Alter von zwölf bis 18 Jahren trafen auf Frauen aus der AUVA, deren Berufswege vielfältige Perspektiven eröffnen – von Arbeitsmedizin, Psychologie und Marketing über Bautechnik bis hin zur Lehre. 

Begegnung auf Augenhöhe

Der Vormittag war bewusst persönlich gestaltet. Keine Frontalvorträge, keine Hochglanzpräsentationen, stattdessen Ge­­­­­spräche, die Nähe zuließen. Unter dem Titel „Real Talk – Frauen in der AUVA“ erzählten die Referentinnen offen von ihrem beruflichen Alltag, von Entscheidungen, Zweifeln und Erfolgen. Obmann-Stellvertreterin Mag.a Claudia Neumayer-Stickler eröffnete die Veranstaltung und sprach darüber, was sie selbst dazu bewegt hat, ihren Weg als Juristin einzuschlagen. Ihre Botschaft war klar: Fragen stellen, sichtbar sein und den eigenen Standpunkt vertreten, unabhängig davon, wer einem gegenübersitzt. 

Lernen durch Erleben

Dass dieses Format wirkte, zeigte sich im Feedback der Teilnehmerinnen. „Beim Real Talk hat man wirklich gemerkt, dass sich alle Gedanken gemacht haben, wie sie sich und ihren Beruf am besten vorstellen“, resümierten Hannah und Elissa. Berufsbilder wurden greifbar, nicht idealisiert, sondern menschlich.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Sicherheitstechnische Prüfstelle (STP) in Wiener Neudorf (NÖ). Dort erhielten die Teilnehmerinnen einen praxisnahen Einblick in die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In einem Stationenbetrieb konnten sie selbst aktiv werden, etwa bei Gehörtests oder bei der Überprüfung persönlicher Schutzausrüstung. DI Klaus Wittig, Leiter der STP, begleitete die Gruppe und erklärte anschaulich, wie sicherheitstechnische Prüfungen ablaufen und warum sie im Arbeitsalltag so wichtig sind. Marcus Billischitz und das Team der Prüftechniker:innen beantworteten die Fragen der Teilnehmerinnen und unterstützten sie beim Lösen des STP-Quiz.

Wirkung, die bleibt

Der Töchtertag 2026 war für die AUVA mehr als ein punktuelles Engagement. Die Teilnehmerinnen nahmen Zuversicht und das Gefühl mit, dass ihre Fragen und Interessen Raum haben dürfen. Begleitet wurde dieser Tag von einem hochmotivierten Social-Media-Team, das die spannendsten und lustigsten Momente in Bild und Video festhielt. Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie nachhaltig es wirken kann, jungen Frauen echte Einblicke in vielfältige Berufswelten zu ermöglichen, fernab von Klischees, ohne Vergleiche, ohne Abgrenzung. Frauenpower zeigte sich hier nicht als Statement, sondern als gelebte Haltung: kompetent, zugewandt und zukunftsorientiert. (gp / ap)

Die Fotocollage zeigt Eindrücke eines Töchtertags mit Workshops, Vorträgen und Gruppenaktivitäten. Schülerinnen erhalten praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder, lernen Fachkräfte kennen und sammeln wertvolle Erfahrungen.
Bild Mitte (v. l. n. re.): Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch, Obmann-Stellvertreterin der AUVA Claudia Neumayer-Stickler und Caroline Krammer, Direktorin für Prävention und Leistungswesen der AUVA setzen gemeinsam ein starkes Zeichen für Inspiration, und berufliche Zukunftsperspektiven für junge Mädchen.
© V. Drda