Erstmals beteiligte sich die AUVA am Wiener Töchtertag und öffnete dafür nicht nur ihre Türen, sondern auch den Dialograum. 14 junge Teilnehmerinnen im Alter von zwölf bis 18 Jahren trafen auf Frauen aus der AUVA, deren Berufswege vielfältige Perspektiven eröffnen – von Arbeitsmedizin, Psychologie und Marketing über Bautechnik bis hin zur Lehre.
Begegnung auf Augenhöhe
Der Vormittag war bewusst persönlich gestaltet. Keine Frontalvorträge, keine Hochglanzpräsentationen, stattdessen Gespräche, die Nähe zuließen. Unter dem Titel „Real Talk – Frauen in der AUVA“ erzählten die Referentinnen offen von ihrem beruflichen Alltag, von Entscheidungen, Zweifeln und Erfolgen. Obmann-Stellvertreterin Mag.a Claudia Neumayer-Stickler eröffnete die Veranstaltung und sprach darüber, was sie selbst dazu bewegt hat, ihren Weg als Juristin einzuschlagen. Ihre Botschaft war klar: Fragen stellen, sichtbar sein und den eigenen Standpunkt vertreten, unabhängig davon, wer einem gegenübersitzt.
Lernen durch Erleben
Dass dieses Format wirkte, zeigte sich im Feedback der Teilnehmerinnen. „Beim Real Talk hat man wirklich gemerkt, dass sich alle Gedanken gemacht haben, wie sie sich und ihren Beruf am besten vorstellen“, resümierten Hannah und Elissa. Berufsbilder wurden greifbar, nicht idealisiert, sondern menschlich.
Am Nachmittag besuchte die Gruppe die Sicherheitstechnische Prüfstelle (STP) in Wiener Neudorf (NÖ). Dort erhielten die Teilnehmerinnen einen praxisnahen Einblick in die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In einem Stationenbetrieb konnten sie selbst aktiv werden, etwa bei Gehörtests oder bei der Überprüfung persönlicher Schutzausrüstung. DI Klaus Wittig, Leiter der STP, begleitete die Gruppe und erklärte anschaulich, wie sicherheitstechnische Prüfungen ablaufen und warum sie im Arbeitsalltag so wichtig sind. Marcus Billischitz und das Team der Prüftechniker:innen beantworteten die Fragen der Teilnehmerinnen und unterstützten sie beim Lösen des STP-Quiz.
Wirkung, die bleibt
Der Töchtertag 2026 war für die AUVA mehr als ein punktuelles Engagement. Die Teilnehmerinnen nahmen Zuversicht und das Gefühl mit, dass ihre Fragen und Interessen Raum haben dürfen. Begleitet wurde dieser Tag von einem hochmotivierten Social-Media-Team, das die spannendsten und lustigsten Momente in Bild und Video festhielt. Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie nachhaltig es wirken kann, jungen Frauen echte Einblicke in vielfältige Berufswelten zu ermöglichen, fernab von Klischees, ohne Vergleiche, ohne Abgrenzung. Frauenpower zeigte sich hier nicht als Statement, sondern als gelebte Haltung: kompetent, zugewandt und zukunftsorientiert. (gp / ap)




