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Natur pur: Kinderspielplätze anders gedacht

Gerade die Corona-Situation hat aufgezeigt, wie wichtig Bewegung – am besten in der Natur – für Heranwachsende ist. Ziel sollte es sein, dass auch Jungen und Mädchen aus Ballungszentren einen Naturzugang erhalten.

Naturnahe Spielplätze bieten eine gute Möglichkeit zur Umsetzung dieser Idee. Das bedeutet, Außenflächen in Kindertagesstätten so zu gestalten, dass die Elemente Erde (Hegen und Pflegen von Pflanzen), Feuer (Errichten von gesicherten Feuerstellen), Wasser (in Form von kleinen Bächen, der Nutzung von Regenwasseraufbewahrung in ausreichend gesicherten Regentonnen) und Luft (in Form von Gewächshäusern – Temperaturunterschied) miteinbezogen werden, um die sinnliche Wahrnehmung sowie die motorischen Fähigkeiten zu schulen.
Damit die Kinder ihrer Kreativität und Spielfreude in einem sicheren Rahmen freien Lauf lassen können, gilt es, gewisse Richtlinien zu befolgen. Bereits bei der Planung ist darauf zu achten, neben den Kindern, den Eltern und den Pädagogen auch einen erfahrenen Gartengestaltungsexperten miteinzubeziehen. Den Kindern soll ein an ihre Bedürfnisse angepasster Raum geboten werden, in dem das Gelände so adaptiert ist, um Gefährdungen bestmöglich zu vermeiden. Dazu zählt unter anderem:

  • Hangneigung beachten (Gefälle 1:2)
  • Stolperstellen berücksichtigen (bei integrierten Stufen die vorgeschriebene Höhe einhalten)
  • Auf Wassertiefe achten (20 cm Kindergarten, 40 cm im Hort)
  • Feuerstellen sichern (absperren, Verwendung nur unter Aufsicht)
  • Geeignete Pflanzen einsetzen (ungiftig)
  • Schaffung von Spielmöglichkeiten (Weiden – Bau einer Pergola)
  • Früchte wie Brombeeren, Ribisel, Erdbeeren (wann reift welche Frucht – Erntezeit); Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Basilikum) anpflanzen

Besonders beim Anpflanzen von Früchten und Kräutern bietet sich die aktive Mithilfe der Kinder an. Der Lerneffekt bezieht sich auf Kräuterkunde, das Kennenlernen der Wachstumsphasen sowie der Aufzucht. Naturnahe Spielplätze sind demzufolge Orte, an denen in einem sicheren Rahmen Platz für Kreativität, für Bewegungsfreude, fürs Lernen und auch zum Entspannen ist. Deshalb gilt: „Back to nature to learn and grow.“

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© yanadjan/AdobeStock