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Personalentwicklung: Fit durch den demografischen Wandel

Die Altersstruktur in österreichischen Betrieben wird sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich nach oben verschieben.

Die Belegschaften werden im Durchschnitt älter und das ­Angebot an verfügbaren Erwerbspersonen geht ab dem

Jahr 2040 zurück.

Die Zahl der Erwerbspersonen wird trotz Bevölkerungswachstums langfristig stagnieren oder leicht zurückgehen. Ursachen für diese Entwicklung sind Pensionierungen geburtenstarker Jahrgänge und die geringe Zahl an jungen Arbeitskräften geburtenschwacher Generationen, die in die Erwerbstätigkeit nachrücken.

Der Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren steigt von derzeit rund 20 % auf etwa 27 % bis 2040. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Menschen im Erwerbsalter (20–64 Jahre). Besonders stark wächst die Gruppe der älteren Beschäftigten (55+ Jahre). Durch die Anhebung des Frauenpensionsalters und die höhere Erwerbsbeteiligung Älterer werden mehr ältere Menschen länger im Erwerbsleben bleiben. 

Herausforderungen im Betrieb

Diese Entwicklung der Altersstruktur bedeutet für Betriebe, dass sich der derzeitige Fachkräftemangel noch mehr verschärft, da weniger junge Nachwuchskräfte zur Verfügung stehen und ein großer Anteil der erfahrenen Mitarbeitenden in Pension geht. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) können vor allem Routinearbeiten übernehmen. Der Bedarf im Handwerksbereich sowie im sozialen und hochqualifizierten Dienstleistungsbereich bleibt weiterhin bestehen oder steigt besonders bei neuen Berufsfeldern im Bereich IT, KI, Cybersecurity, Umwelt- und Energie. Diese zukünftigen Kompetenzen erfordern hohe Qualifikation und geistige Beanspruchung. Ein Wandel der Gesundheitsrisiken bei der Arbeit von klassischen körperlichen Verletzungen hin zu psychischen Erkrankungen ist schon seit Jahren anhand der Fehlzeitenreports erkennbar. 

„Must-have“ in den Betrieben

Zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen ist Prävention in jeder Lebensphase der Beschäftigten ein wesentlicher Schlüsselfaktor. Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und das Wohlbefinden der Menschen vom Berufseinstieg über die Aufbau- und Gestaltungsphase bis zur Reife- und Spätphase im Arbeitsleben ist für den zukünftigen Erfolg der Betriebe ausschlaggebend. 
Wichtig dabei ist, die Zusammen­arbeit und den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu fördern. Die Schaffung eines frühzeitigen Sicherheits- und Gesundheitsbewusstseins bei der Arbeit und eine kontinuierliche Anpassung der Maßnahmen an die Risiken und Bedürfnisse der jeweilen Lebensphasen halten Beschäftigte motiviert und produktiv im Betrieb. Alternsgerechtes und generationenübergreifendes Arbeiten wird zum „Must-have“ für Betriebe. (sw)

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Quelle: Statistik Austria, Erwerbspersonenprognose 2025. Erwerbspersonen nach internationalem Konzept (ILO), inklusive Präsenz- und Zivildiener sowie Erwerbspersonen in Nicht-Privathaushalten. Eigene Darstellung. Abgerufen und erstellt am 12. 2. 2026 von https://www.statistik.at/statistiken/arbeitsmarkt/erwerbspersonenprognosen