Bei der 23. Staatsmeisterschaft der Waldarbeit am 8. und 9. April 2026 in der Landwirtschaftlichen Fachschule Tamsweg zeigten 120 Schüler:innen aus forstwirtschaftlichen Ausbildungsstätten in ganz Österreich, was in der professionellen Forstarbeit zählt: technisches Können, volle Konzentration und ein klares Bekenntnis zur Sicherheit.
Praxisnaher Wettbewerb auf hohem Niveau
30 Teams aus 21 Schulen, darunter acht Mädchenteams, traten in vier Disziplinen gegeneinander an: Fallkerb und Fällschnitt, Präzisionsschnitt, Kettenwechsel sowie Kombinationsschnitt. Die zwölf besten Teilnehmer:innen qualifizierten sich im Anschluss für die Disziplin „Entasten“. Alle Bewerbe sind eng an die Praxis der Waldarbeit angelehnt und verlangen den Teilnehmenden ein hohes Maß an Konzentration und handwerklicher Genauigkeit ab. Bewertet wurden sie nach drei Kriterien, die auch im Berufsalltag entscheidend sind: Sicherheit, Präzision und Zeit.
Dass Sicherheit dabei an erster Stelle steht, zeigt sich in jedem Detail: Fehler im Umgang mit der Motorsäge – etwa das Gehen mit laufender Kette oder das Arbeiten ohne korrekte Handhabung – führen unmittelbar zu Punkteabzug. Der Wettbewerb macht damit sichtbar, was in der Praxis gilt. Für die AUVA ist diese frühe Verankerung von Sicherheitsbewusstsein zentral – gerade in der Forstarbeit, wo Unfälle oft schwerwiegende Folgen haben.
Teamarbeit als Erfolgsfaktor
Die Vorbereitung auf den Bewerb beginnt lange im Voraus. Viele der Teilnehmenden trainieren über Monate hinweg und investieren über den regulären Praxisunterricht hinaus viel Zeit, um Technik, Ablauf und Geschwindigkeit zu perfektionieren. Gleichzeitig wird deutlich: Erfolg ist im Forstbereich immer Teamarbeit. Hinter jeder starken Einzelleistung steht eine Gruppe, die gemeinsam trainiert und sich gegenseitig unterstützt.
An der gastgebenden LFS Tamsweg zeigt sich der Gemeinschaftsgedanke deutlich: „Was mich besonders beeindruckt, ist, wie hier der gesamte Schulstandort zusammenhilft – von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern bis zu den Organisations- und Verpflegungsteams. Für alle ist es selbstverständlich, ihren Beitrag zu leisten. Darauf bin ich sehr stolz“, sagt Direktor Mathias Gappmaier.
Starke Leistungen im Bewerb
In der Mannschaftswertung der Burschen setzte sich die LFS Hohenlehen durch, während in der Mädchenwertung ein Mixed-Team aus der LFS Litzlhof und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein den Sieg holte. Im Einzelbewerb überzeugten Johanna Zojer (LFS Litzlhof) und Simon Resch (LFS Hohenlehen). Sie sicherten sich die Staatsmeistertitel 2026. (mcp)




