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Unfallstatistik: Zahl der Arbeitsunfälle gesunken

Die aktuellen AUVA-Zahlen für 2025 zeigen eine erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der Arbeitsunfälle ist zurückgegangen, ebenso jene der Wegunfälle. Gleichzeitig machen die Daten deutlich, in welchen Bereichen weiterhin besonderer Handlungsbedarf besteht. Allen voran sind das Absturzunfälle, Lärmschwerhörigkeit und generell in unfallträchtigen Branchen wie Bau und ­Produktion.

Im Jahr 2025 waren insgesamt 4.731.905 Personen bei der AUVA versichert. Die Zahl der versicherten Erwerbstätigen ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück, während jene der in Ausbildung Befindlichen stieg. Insgesamt zeigt sich auch bei den Schadensfällen eine positive Entwicklung: Die Zahl der Arbeitsunfälle inklusive Wegunfälle lag 2025 bei 141.838 und war damit niedriger als im Vorjahr. Reine Arbeitsunfälle wurden 128.878 registriert, Wegunfälle 12.960. Die Gesamtunfallrate betrug 30 Unfälle pro 1.000 Versicherte.

Welche Unfälle vermeidbar sind

Die Bedeutung gezielter Prävention wird beim Blick auf die Unfallursachen besonders deutlich. Häufige Auslöser waren An- oder Zusammenstöße, Stürze von Personen sowie Kontrollverlust über Werkzeuge. Bei den Verletzungen dominierten Prellungen, offene Wunden und geschlossene Frakturen. Diese Zahlen zeigen, dass viele Unfälle aus alltäglichen Arbeitssituationen entstehen, etwa durch Bewegung, Transport, Werkzeuggebrauch oder Arbeiten in wechselnden Umgebungen. Gerade deshalb bleibt systematische Präventionsarbeit auf betrieblicher Ebene auch weiterhin entscheidend, um Unfälle zu vermeiden.

In absoluten Zahlen ereigneten sich die meisten Arbeitsunfälle in der Herstellung von Waren, gefolgt von Bau und Handel. Relativ betrachtet bleibt die Baubranche besonders unfallträchtig: Mit 53,3 Unfällen pro 1.000 Erwerbstätige weist sie die höchste Unfallrate unter den großen Branchen auf. Auch Wasserversorgung und Abfallentsorgung sowie Kunst, Sport und Erholung zählen zu Bereichen mit erhöhtem Risiko. Bei Bildungseinrichtungen wurden die meisten Unfälle in absoluten Zahlen in Volksschulen registriert; die höchste Unfallrate pro 1.000 Versicherte zeigte sich jedoch in Mittelschulen.

Absturzunfälle sind teuer

Ein besonderer Schwerpunkt der AUVA liegt weiterhin auf der Strategie „Vision Zero“. Ziel ist eine Arbeitswelt, in der niemand durch Arbeit getötet wird oder schwere Gesundheitsschäden erleidet. Für 2027 rückt die AUVA die Vermeidung schwerer und tödlicher Absturzunfälle in den Fokus. Die Dringlichkeit ist groß: Neun von 14 tödlichen Absturzunfällen sowie rund ein Viertel aller Absturzunfälle bei der Arbeit ereigneten sich am Bau. Auch wirtschaftlich sind sie belastend: Unternehmen müssen pro Absturzunfall durchschnittlich mit rund 12.500 Euro rechnen, im Bau sogar mit etwa 15.000 Euro.

Bei den Berufskrankheiten standen 2025 wieder klassische Belastungen im Vordergrund. Insgesamt wurden 1.307 Berufskrankheiten registriert, darunter 80 tödliche Fälle. Am häufigsten war lärmbedingte Schwerhörigkeit mit 62,3 Prozent der anerkannten Berufskrankheiten, gefolgt von Haut-, Krebs-, Infektions- und Atemwegserkrankungen.

2025 investierte die AUVA rund 88 Millionen Euro in Unfallverhütung und Präventionsberatung. Mehr als 106.000 Klein- und Mittelbetriebe wurden beraten, 918 Schulungs- und Seminartage durchgeführt und 124.400 betriebliche Ersthelfer:innen aus- oder weitergebildet. Prävention wirkt – braucht aber Kontinuität und Sicherheitskultur. (rh)

Nähere Infos finden Sie in der AUVA-Broschüre „Zahlen & Fakten 2025“ unter: bit.ly/3PUNS6i

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Ringdiagramm „Anerkannte Schadensfälle 2025“: Die Gesamtzahl von 143.145 Schadensfällen unterteilt sich in 128.878 Arbeitsunfälle, 12.960 Wegunfälle und 1.307 Berufskrankheiten.